BLEICHERODE STELLT AMBITIONIERTES PROGRAMM VOR

 

Neustart Kultur mit alten Bekannten

Montag, 12. Juli 2021, 13:42 Uhr
Unter der Überschrift „Neustart Kultur“ wird die größte Landgemeinde Thüringens in den nächsten Monaten auf sich aufmerksam machen. Mit einem eindrucksvoll-hochwertigen Programm will Bleicherode „zurück ins Leben“, wie es Bürgermeister Frank Rostek heute in der Pressekonferenz ausdrückte. Das Konzept dafür ist reizvoll und soll nun von ausgewählten Profis in die Tat umgesetzt werden …

Haben viel zu zeigen: Robert Henning und Frank Rostek in der zweiten Reihe und Michael Manthey und Andreas Meyer vorne(v.l.n.r.) (Foto: oas)Haben viel zu zeigen: Robert Henning und Frank Rostek in der zweiten Reihe und Michael Manthey und Andreas Meyer vorne(v.l.n.r.) (Foto: oas)

Eine zentrale Rolle nehmen beim umfassenden Neustart kultureller Aktivitäten zwei Männer ein, die sich seit vielen Jahren kennen und schätzen. Der Nordhäuser Andreas Meyer agiert seit letztem Jahr als Leiter des Stadtmarketings und hatte zuvor unter Zuhilfenahme seiner Vermarktungsfirma LK Marketing nicht nur die Championsleague-Spiele der THC-Handballerinnen abgesichert, sondern auch den Nordhäuser Kreissportbund zu einem der führenden und aktivsten des Landes avancieren lassen. Sein langjähriger Partner in Fragen hochklassiger Unterhaltung ist der Berliner Unternehmer Michael Manthey, dessen Eventfirma seit Jahrzehnten in der Südharzer Region aktiv ist und auch für die Faust-Rockoper auf dem Brocken oder die musikalische Gestaltung der EVN-Feste verantwortlich zeichnet. Manthey ist zum amtierenden Geschäftsführer des Bleicherode Kultur- und Heimatvereins bestellt worden, der schrittweise zu einem Träger und Organisator der vielfältigen Events werden soll, die sich die Bleicheröder vorgenommen haben. Dabei können sie auf das traditionsreiche Kulturhaus setzen, das schrittweise eine bauliche Ertüchtigung erfährt. Bürgermeister Rostek berichtete stolz, dass weitere 1,38 Millionen Euro an Fördergeldern in der nächsten Zeit in dieses Vorhaben einfließen.

Mit dem heute vorgestellten Veranstaltungsprogramm, das bis weit ins Jahr 2022 reicht, beleben die „Schneckenhengste“ aber nicht nur ihr Kulturhaus, sondern auch der Festplatz als wichtiger Treffpunkt entwickelt sich sukzessive zur Open-Air-Bühne. Andreas Meyer betonte, dass viele Ideen in dieser Konzeptentwicklung nicht nur dem Stadtmarketing und dem Tourismus, sondern hauptsächlich der Unterhaltung und der Lebensfreude in der Region dienen sollen. „Wir wollen hier ein kulturelles Zentrum wieder aufleben lassen“, verkündete er das Credo der Macher. „Das Kulturhaus auf ein neues Niveau heben und für alle Altersgruppen etwas bieten“, verspricht Meyer.

Michael Manthey sieht viel Charme im altehrwürdigen Kulturhaus und ist begeistert, in welch gutem Zustand es die Bleicheröder über die Jahre nach der Wende erhalten konnten. Natürlich sollen alle bisherigen Feste und Feiern vom Bergmannsfest und Karneval über die Abibälle bis hin zu privaten Feiern erhalten bleiben. Zugleich sollen aber neue Format die Zuschauer und Gäste aus der ganzen Region in den Ort locken. Auch das gut aufgestellte Kino will er in zukünftige Planung mit einbeziehen bzw. hat er es teilweise schon getan.

Energiegeladen ist gleich der Auftakt der diesjährigen Events. Am Freitag, dem 3. September erfreut eine große AC/DC-Rockshow die Fans der legendären australischen Hardrocker. Am darauf folgenden Tag (Sa, 4.September) kommen drei angesagte DJs zur RTL-Clubnight und am Sonntag soll es einen bergmännischen Frühschoppen geben.

Das erste Oktoberwochenende (vom 1.-3.) steht ganz im Zeichen des Oktoberfest, wenn in Festzelten für die Partygänger alles aufgefahren wird, was Spaß macht. Eine Krimilesung mit dem als Kommissar Overbeck bekannten Schauspieler Roland Janowsky schließt sich am 9. Oktober im Kulturhaus an. Ende November stürmen die Kinder das Kulturhaus, wenn das beliebte Duo Jan & Henry gastiert (27.November).

Einen Kinder- und Bastelweihnachtsmarkt am Kino wird es geben, die Erwachsenen können sich am 18. und 19. Dezember in einer Musicalrevue „Vom Geist der Weihnacht“ verzaubern lassen, während sie gut essen oder am Jahresende (29. und 30. Dezember) mit „Faust ’n’Roll“ das Jahr ausklingen lassen.

Den Vorverkauf für alle Veranstaltungen ermöglicht der Ticketanbieter Eventim und in Bleicherode wird eine eigenständige Vorverkaufsstelle eingerichtet. Derzeit sind die Karten für das Septemberwochenende verfügbar, nacheinander folgen dann diejenigen für die anderen Events.

Die langfristige Vorarbeit soll allen Beteiligten Planungssicherheit geben, den Sponsoren ebenso wie dem Publikum und den Mitarbeitern, von denen es einige brauchen wird, wenn das ambitionierte Vorhaben sich zur Realität wandelt.

Ein neuer Catering-Service ist schon im „Bürgerhof“ etabliert, die Suche nach geeignetem und motiviertem Personal läuft auf Hochtouren und für die Teilzeitkräfte gibt es schon im Sommer Gastronomie-Workshops. Man müsse den Hut ziehen vor der Leistung der Vereinsmitglieder lobt Frank Rostek seine engagierten Bleicheröder und wirbt ausdrücklich um weitere Unterstützung für den „Neustart“ der Kultur in der Landgemeinde. „Wir haben die Zeit der Pandemie gut genutzt und freuen uns jetzt auf die Umsetzung“, sagte er. Auch sein Kulturausschussvorsitzender, Robert Henning, signalisiert breite Unterstützung: „Der politische Wille ist parteiübergreifend da, etwas Großartigem mit auf den Weg zu helfen.“

Über die städtische Internetpräsenz wollen die Akteure demnächst auch die Veranstaltunge der verschiedenen Ortschaften mit vermarkten und bald sollen die ersten Fortbildungen für Vereinsvorstände in vereins- und steuerrechtlichen Fragen stattfinden. Das wird in einigen Sportvereinen Erinnerungen hervorrufen, denn solche Weiterbildungen mit dozierenden Experten gehörten unter der Geschäftsführung von Andreas Meyer im KSB zum festen Jahresbestandteil.

Die Vermarktung der größten Thüringer Landgemeinde als Ort hochwertigen kulturellen Geschehens hat heute im Rathaus begonnen und könnte (so nicht ein neuerlicher Virenausbruch das Land wieder lähmt) zu einer schönen Erfolgsgeschichte werden. Wir halten Sie in der nnz auf dem Laufenden und präsentieren hier schon einmal einige der Highlights für das nächste Jahr, die im Laufe der nächsten Monate noch ergänzt werden sollen:
  • 9. Januar, 19.30 Uhr, Neujahrskonzert im Kulturhaus
  • 19.März, 20 Uhr, „Azzuro - Die urkomische Musicalkomödie“ im Kulturhaus
  • 23.April, 20 Uhr, „Eric Clapton Tribute Show Support: Jimmy Gee Band“ im Kulturhaus
  • 30.April, Walpurgisnacht gegenüber vom Klubhaus
  • 7.Mai, 20 Uhr, „SIXX PAXX - die beste Show in Deutschland für Frauen“ im Kulturhaus
  • 14.Mai, 19.30 Uhr, WOLFGANG STUMPH im Kulturhaus
  • 26.Mai „Bleicherode rockt“ auf dem Festplatz
  • 11.Juni, „A Tribute to Simon & Garfunkel“ mit Duo Graceland auf dem Festplatz
  • 1.-3.Juli Bergmannsfest
  • 13.August, 20 Uhr, FALCO meets MICHAEL JACKSON auf dem Festplatz
  • 27.August, 20 Uhr, „Die Zauberflöte“ mit Opera Classica Europa
  • 10.September, 19.30, Uhr PURPLE SCHULZ im Kulturhaus
  • 17.September, 19.30 Uhr, „Zauber der Travestie“ im Kulturhaus
  • 12.November, 19.30 Uhr GUNTHER EMMERLICH im Kulturhaus.
Olaf Schulze
TAG DER OFFENEN TÜR IN NEUSTADT

 

Samstag ist Golftag

Nachdem die Pandemie auch das Freizeitangebot im Golfpark in Neustadt einschränkte, geht nun wieder einiges mehr. Die ersten Mannschaftswettkämpfe fanden statt, die ersten Turniere konnten - natürlich unter Einhaltung der Hygienevorschriften - durchgeführt werden...

Auch heute noch hat der Golfsport mit vielen Vorurteilen zu kämpfen. Deshalb haben es sich die Mitglieder und die Vereinsführung zum Auftrag gemacht, jedem einen cleveren Einstieg in den Golfsport zu ermöglichen. Da der für Ende April geplante Tag der offenen Tür aus bekannten Gründen abgesagt werden musste, nimmt man nun erneut Anlauf.

Ist Golf ein Elitesport?
Ist Golf spielen teuer?
Ist Golf spielen schwer zu erlernen?

Um die Antworten auf diese Fragen nicht nur mit Vorurteilen zu bekommen, können sich alle Interessierten, ob groß oder klein, Familien oder Singles, am Samstag, den 17.7., von 10 - 14 Uhr ohne Voranmeldung auf dem Golfplatz in Neustadt/Harz selbst ausprobieren. Außer Sportschuhen und Interesse ist nichts weiter mitzubringen, Schläger und Bälle werden vom Verein zur Verfügung gestellt. 

Am Samstag lädt der Golfpark Neustadt zum Tag der offenen Tür (Foto: Golfpark Neustadt)Am Samstag lädt der Golfpark Neustadt zum Tag der offenen Tür (Foto: Golfpark Neustadt)


Erfahrene Mitglieder werden zur individuellen Beratung zur Verfügung stehen. Für Essen und Getränke ist ebenfalls gesorgt. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass diese Schnupperstunden für die Interessierten zwar kostenlos aber nie umsonst sind.

Ein interessanter Aspekt sei schon vorab verraten: Im Gegensatz zu vielen Sportarten spielt man beim Golf vor allem gegen sich selbst, das sogenannte Handicap, und MIT anderen. Durch interessante Spielformen wie Scramble und das Zählen von sogenannten Nettopunkten ist es möglich, dass Spielerinnen und Spieler unterschiedlicher Stärke im fairen Wettbewerb miteinander antreten können.

Also dann: Samstag ist Golftag!

Wo: Rüdigsdorfer Weg 8c, 99768 Harztor / OT Neustadt
ELEKTRO-TRAKTOR GESPENDET

 

Brummkreisel goes Elektro

Der Kindergarten Brummkreisel des Jugendsozialwerk Nordhausen bekam in der vergangenen Woche Besuch von Herrn Andreas Meyer, der einen nagelneuen voll elektrischen Kindertraktor an die Kinder übergab...

Brummkreisel goes elektrisch: die Kindergartenkinder konnten sich heute über ein neues Gefährt freuen (Foto: Jugendsozialwerk Nordhausen)Brummkreisel goes elektrisch: die Kindergartenkinder konnten sich heute über ein neues Gefährt freuen (Foto: Jugendsozialwerk Nordhausen)


Nach einer kurzen sachkundigen Einweisung durch den Geschäftsführer der der Sportmarketing GmbH des Landkreis Nordhausen konnten die ersten Knirpse umweltfreundlich aufs Gaspedal drücken. Die Kinder und Pädagoginnen möchten sich hiermit herzlich für die gelungene Überraschung bedanken.
LEBHAFTE DISKUSSION IN BLEICHERODE

 

Aus sechs mach drei

Die inzwischen nicht mehr ganz so junge Landgemeinde Bleicherode ist dabei den nächsten Schritt zur Konsolidierung der vielen, meist kleineren Einzelteile zu tun. Im Rat der Landgemeinde wurde gestern zur Neustrukturierung der Bauhöfe diskutiert…

Entwurf für eine neue Lagerhalle in Nohra: Im Rat der Landgemeinde Bleicherode wurde gestern Abend über die Neustrukturierung der Bauhöfe diskutiert. (Foto: Landgemeinde Bleicherode)Entwurf für eine neue Lagerhalle in Nohra: Im Rat der Landgemeinde Bleicherode wurde gestern Abend über die Neustrukturierung der Bauhöfe diskutiert. (Foto: Landgemeinde Bleicherode)


Zur Vorstellung hatte man in das Bleicheröder Kulturhaus geladen und die Einwohner der Landgemeinde waren recht zahlreich erschienen. Das Wort hatte zunächst der Bürgermeister, Frank Rostek und der hatte eine gute und eine schlechte Nachricht zum Einstand. Die schlechte Nachricht: das diesjährige Bergmannsfest muss abgesagt werden, die Pandemie-Lage macht dem Traditionsfest auch im zweiten Jahr in Folge einen Strich durch die Rechnung. Betroffen ist auch der fünfte Thüringer Bergmannstag. Der ist zwar erst für den September geplant, mit der weiter unsicheren Gesamtlage mag man aber nicht planen und verschiebt die Veranstaltung lieber gleich in das Jahr 2023, welches sich dank zahlreicher Jubiläen besonders anbietet. 

Die gute Nachricht Rostek’s zum „aufmuntern“: zu den Osterfeuern gebe es aktuell ein „Jain“. Unter strengen Hygienevorschriften werde man die aufgeschichteten Feuer wohl an einem Wochentag kontrolliert abbrennen können, allerdings ohne Festivitäten drumherum. Etwas anderes würden die Inzidenzen leider nicht hergeben. 

Kurzer Rückblick auf das vergangene Jahr, genauer auf die alte, abgebrannte Möbelfabrik. Der Landkreis werde eine „Ersatzvornahme“ einleiten und sich dem Rückbau der Ruine widmen, da die eigentlichen Eigentümer sich bis dato nicht gerührt haben. Von dem Gebäude gehe eine konkrete Gefahr aus, es müsse nun endlich gehandelt werden, erklärte Rostek. Weiter ging es mit Baustellen, Sitzbänken, Radwegekonzept, dem Stand der Dinge im Teichtal, der vom Publikum nicht genutzten Bürgerfragestunde und schließlich der eigentlichen Tagesordnung.

Die sah zunächst den Beschluss über den Ersatz eines Mannschaftstransportwagens für die Feuerwehren Friedrichsthal und Etzelsrode vor. Das aktuelle Gefährt sei zwar noch hübsch geländegängig, hätte mit Baujahr 1981 aber dann doch einige Jahre auf dem Buckel, erläuterte Burkhardt Keil. Verbinden würde man die Neuanschaffung eines „Tragkraftspritzenfahrzeuges“ gerne mit der Neugründung der Feuerwehren in Etzelsrode und Kehmstedt. Die Gesamtkosten liegen bei rund 155.000, wobei man auf die finanzielle Unterstützung des Landes zurückgreifen kann. Die Anschaffung wurde einstimmig beschlossen. 

Alte Bauhöfe, neue Struktur
Damit kam man zum gewichtigsten Punkt der heutigen Sitzung: der Neuordnung der Bauhöfe. Seit Gründung der Landgemeinde hat man ein beträchtliches Gebiet zu „beackern“ das unter anderem sieben Kindergärten, 13 Feuerwehren, über 10.000 Bürger und eben auch eine Reihe von Bauhöfen umfasst, die für das alles arbeiten sollen.

Auf den vollbrachten Akt der Schaffung der neuen Gemeinde dürfe man durchaus Stolz sein, doch nach dem Stolz komme die Arbeit, erklärte Bürgermeister Rostek dem versammelten Landgemeinderat. Zukunftsfähige und effiziente Strukturen zu schaffen bedürfe dabei längerer Prozesse. Ein solchen hat man nach gut einem (Corona-)Jahr zumindest in der Theorie abgeschlossen: die Umstrukturierung der Bauhöfe.

Derer gibt es in der Landgemeinde im Moment gleich sechs, allerdings in sehr unterschiedlicher personeller und materieller Stärke, von den baulichen Bedingungen ganz zu schweigen. Als Dienstherr habe er dafür Sorge zu tragen, dass die 30 Mitarbeiter Arbeitsbedingungen nach Recht und Gesetz vorfinden, führte Rostek aus. 

An den sechs bisherigen Standorten der Bauhöfe ist nicht alles "Grün" (Foto: Landgemeinde Bleicherode)An den sechs bisherigen Standorten der Bauhöfe ist nicht alles "Grün" (Foto: Landgemeinde Bleicherode)


Und eben das ist nicht an allen Standorten der Fall. In der Stadt Bleicherode sowie in Wipperdorf sieht es vergleichsweise gut aus und in Nohra hat man bereits mit notwendigen Umbauarbeiten begonnen. Den Indikatoren der Untersuchung nach also alles drei mal „Grün“. In Wolkramshausen, Kleinbodungen und Hainrode hingegen ist die Lage alles andere als „Grün“. In Kleinbodungen residiert der Bauhof in einem Raum neben der Feuerwehr, in Hainrode ist die Scheune der Arbeiter zwar von außen schick anzusehen, ist aber von Innen genau das: eine Scheune. In Wolkramshausen sind immerhin nur zwei der drei Inidkatoren „Rot“, der verbleibende aber dann auch nur zur Hälfte Grün.

Neue Struktur vorgeschlagen
Das alles soll sich nun bald ändern, wenn es nach dem Bleicheröder Rathaus geht. Nohra, Wipperdorf und Bleicherode wären dann die drei zentralen Schaltstellen für die Aktivitäten der Bauhöfe. Hainrode und Wolkramshausen sollen als Außenstandorte zur Lagerung von saisonaler Technik erhalten bleiben, die Mitarbeiter aber zukünftig von Nohra aus ausrücken. Der Bauhof Kleinbodungen würde in den Strukturen der Stadt Bleicherode aufgehen und in Wipperdorf bliebe fast alles beim Alten, lediglich die Koordinierung würde über Bleicherode erfolgen. Den Standort Nohra würde man im Zuge dessen gerne ausbauen und hier eine Trockenbauhalle, Parkplätze und Lagerkapazitäten schaffen. Außerdem sollen alle 30 Mitarbeiter einheitliche Dienstkleidung erhalten. Die längste Einsatzentfernung werde maximal etwas über 11 Kilometer liegen, die Einsatzzeiten sollen zwischen 13 bis 15, in den meisten Fällen aber unter 10 Minuten liegen. 

Die kleineren Standorte, hier Kleinbodungen, sollen als Außenlager weiter genutzt werden (Foto: Landgemeinde Bleicherode)Die kleineren Standorte, hier Kleinbodungen, sollen als Außenlager weiter genutzt werden (Foto: Landgemeinde Bleicherode)


Er sei von der neuen Struktur „absolut überzeugt“, meinte Rostek. Auf den Landgemeinderat traf das so in der öffentlichen Diskussion nicht zu. Herr Aderhold aus Kleinbodungen etwa beklagt das es lediglich zwei kurze Gespräche mit ihm gegeben habe und von einer Schließung seines Bauhofes sei dabei nie die Rede gewesen. Der Gemeindearbeiter vor Ort gehöre in die Bevölkerung, ein voller Bestandteil der Ortschaft den man nich „herausinstallieren“ könne. Mängel an Sozial- und Sanitärräumen hätte er mit einem Satz zu negieren gewusst, wenn man wolle, dann gäbe es das. Zudem würde man den zugehörigen Paragraphen des Zusammenschlusses auf „unvorstellbare Weise“ ausgehebelt. 

Franka Hitzing aus Friedrichsthal hingegen freut sich, da ihr kleiner Ort bisher noch nie in den Genuss eines Bauhofes gekommen ist und sich ohne die größeren Strukturen der Landgemeinde auch andere Dinge, wie das oben genannte Feuerwehrfahrzeug, nicht leisten könnte.

Joachim Lessner, Bürgermeister in Wipperdorf, hat auch kein Problem mit der neuen Struktur, man müsse kritisch bewerten, wie man sich bisher zu seinen Gemeindearbeitern verhalten hat. Die Landgemeinde bringe die Bauhöfe in die Ordnung, die der Gesetzgeber verlangt. Es gehe am Ende nicht darum, ob sich der Kollege duschen will, die Dusche müsse da sein. 

Man werde noch viele weitere Diskussionen über Verwaltungsstrukturen, Kindergärten und vieles mehr haben, fasste Rostek zusammen. Man könne diverse Rechnungen aufmachen, der jetzige Vorschlag sei der effektivste. „Geben sie uns einfach mal eine Chance in dieser Struktur“, bat der Bürgermeister. 

Die Entscheidung liegt letztlich bei der Verwaltung, nur über den Bau der Halle in Nohra wurde gestern abgestimmt, allerdings nicht mehr im öffentlichen Teil der Sitzung. 
Angelo Glashagel
GIPSER HELFEN DER BSG ALTSTADT 05 NORDHAUSEN

 

Finanzielle Unterstützung für den Box- Nachwuchs

Seit geraumer Zeit ruht Corona bedingt der sportliche Boxbetrieb bei der BSG Altstadt 05 Nordhausen. An einen regulären Trainingsbetrieb ist nach wie vor nicht zu denken. Die Hoffnung auf eine baldige Aufnahme des regulären Trainings bleibt aber natürlich bestehen...

Die jungen Boxer freuen sich (Foto: BSG Altstadt 05)Die jungen Boxer freuen sich (Foto: BSG Altstadt 05)


Nichts desto trotz erhielt die BSG Altstadt 05 Nordhausen seitens der etablierten Gipshersteller im Südharz sowie in Kooperation mit dem LK-Sportmarketing erneut eine großzügige Spende.
Unsere jungen Nachwuchsboxer erhielten verschiedenste Sportutensilien. So wurden Basketbälle, Medizinbälle und Weiteres Trainingsequipment übergeben.

Der Verein freut sich sehr über die Spende. Damit wird ein noch besseres und anspruchsvolleres Training möglich sein. Unser noch junger Boxverein möchte sich hiermit bei der den Firmen Knauf, Casea und Formula sowie der LK-Sportmarketing recht herzlich bedanken.
Sobald ein normaler Trainings- und Wettkampfbetrieb wieder möglich sein wird, werden die jungen Boxer die in sie gesteckten Hoffnungen und Erwartungen durch gute Leistungen rechtfertigen.
BSG Altstadt 05 Nordhausen

Unterstützung für den Sport (Foto: BSG Altstadt 05)
Unterstützung für den Sport (Foto: BSG Altstadt 05)
Unterstützung für den Sport (Foto: BSG Altstadt 05)
Unterstützung für den Sport (Foto: BSG Altstadt 05)
BEWEGUNG IST AUCH BILDUNG

 

Eine Spieletonne für die Kleinen Strolche

Mit der Tonne gegen die Bewegungsarmut - der Kindergarten "Kleinen Strolche" hat sich mit dem Jugendsozialwerk und der LK-Sportmarketing zusammengetan um dem Mangel an Bewegung im Lockdown etwas entgegenzusetzen...

Auf eine gemeinsame Initiative des bewegungsfreundlichen Kindergartens "Kleine Strolche" des JugendSozialwerk Nordhausen und der LK-Sportmarketing Nordhausen, zum Abbau des durch den Lockdown bedingten Bewegungsmangels der Kinder, wurde gemeinsam eine Spieltonne mit vielen großen und kleinen Spielgeräten angeschafft. 

Am Kindergarten "Kleine Strolche" konnte man sich jetzt über eine "Spiele-Tonne" freuen (Foto: Juliane Große)Am Kindergarten "Kleine Strolche" konnte man sich jetzt über eine "Spiele-Tonne" freuen (Foto: Juliane Große)


Hiermit können die Kita-Kinder freudbetont ihrem Bewegunsdrang nachgehen und spielerisch "Neues" entdecken und ausprobieren. Dabei werden unter anderem die koordinativen Fähigkeiten und Sozialkompetenzen vielseitig und spielerisch vermittelt.
Schließlich ist Bewegung auch Bildung!

Große Unterstützung erhielten die Organisatoren der Initiative von dem drei Unternehmen Knauf, Casea und Formular. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für die tolle Unterstützung im Interesse unserer "Kleinsten" in dieser turbulenten Zeit.
Juliane Große 
Leiterin "Kleine Strolche"

Es ist einfach nicht mit Worten zu fassen. :-(

 

NORDHAUSEN.  Rüdiger Zelder verstarb Ende Februar im Alter von 81 Jahren, gehörte 1964 zu den Gründungsmitgliedern der BSG Glückauf Nordhausen.

Mit Rüdiger Zelder ist einer der Mitbegründer der BSG Glückauf Nordhausen erst kürzlich verstorben.

Mit Rüdiger Zelder ist einer der Mitbegründer der BSG Glückauf Nordhausen erst kürzlich verstorben.

Foto: Christoph Keil

Ein Großer des Nordhäuser Tischtennis ist verstorben. Rüdiger Zelder, das Gründungsmitglied der BSG Glückauf Nordhausen, verstarb am 24. Februar im Alter von 81 Jahren.

Zelder gründete die BSG im September 1964 und war jahrelanger Abteilungsleiter Tischtennis. Ab 1975 war er Vorsitzender der BSG Hydro Nordhausen und für zehn Jahre Vorsitzender im Kreisfachausschuss Nordhausen. Mit ihm wurde Tischtennis in der Nordhäuser Region etabliert und erweitert. Federführend unter seiner Regie war die Tischtennispartnerschaft mit der Stadt Ostrow in Polen. Durch sein Mitwirken hat Nordhausen nicht nur eine Vielzahl an Turnieren erleben dürfen, auch die besten Spieler kamen in die Rolandstadt, um mit Zelder die kleinen weißen Plastikbälle über den Tisch zu jagen.

So organisierte er die Endrunde des FDGB Pokals 1984 in der „Halle der Freundschaft“. Auch das Internationale Frauenturnier 1980 mit Europapokalsieger Statistica Budapest in der Halle der Freundschaft in Nordhausen entstand aus seiner Feder.

Der beste deutsche Tischtennisspieler durfte in Nordhausen ebenfalls nicht fehlen. Bei den Südwestdeutschen Meisterschaften der Jugend war Timo Boll in Nordhausen. Zudem organisierte er ein internationales Schiedsrichterturnier und war 30 Jahre Übungsleiter beim TTV Hydro Nordhausen. Außerdem gründete und leitete er die Seniorengruppe Tischtennis beim TTV Hydro Nordhausen.

„Rüdiger war ein Macher, bis zum Schluss. Tischtennis hätte es so in der Form ohne ihn in Nordhausen nicht gegeben. Wir haben ihm sehr viel zu verdanken und können das kaum in Worte fassen. Unser Beileid gilt seiner Familie und seinen Angehörigen. Bis zum letzten Tag war er Ratgeber für die Weiterentwicklung sowie den Fortbestand beim TTV. Er war der Vermittler des Hydro-Gens“, sagt Vorstandsmitglied René Rethfeld. Zelder scheute nicht, über den Tellerrand hinaus zu blicken und nahm allen Verantwortlichen schnell die Angst, wenn neue Wege gegangen wurden.

Seine „Funktionspläne“ bilden nach wie vor für Udo Eidam und René Rethfeldt den Leitfaden. Abseits des Sports war er immer ansprechbar und eine menschliche Stütze. Zelder hat mehrere Tischtennis-Generationen geformt, so dass der TTV Hydro auch durch sein Wirken ein Zuhause vom Schüler bis zum Senior ist. „Er hat Tischtennis gelebt und geliebt und sein Umfeld mit seiner Begeisterung zum Tischtennis angesteckt“, so Rethfeld weiter. Neben seinen gesamten Verdiensten ist auch hervorzuheben, dass er es als Schiedsrichter bis in die 2. Bundesliga geschafft hat.

NACHRUF

 

Leichtathleten trauern um Peter Nieft

Die Leichtathleten des Landkreises Nordhausen und der Stadt Bleicherode trauern um ihren Sportkameraden Peter Nieft, der plötzlich und unerwartet im Alter von 69 Jahren verstarb...

Gemeinsam mit seiner Tochter Ramona Hoidn und seinem viel zu früh verstorbenen Schwiegersohn Andree Hoidn gründete Nieft 2006 die Abteilung Leichtathletik des SV Glückauf Bleicherode. In den Folgejahren erkämpften deren Sportler zahlreiche Medaillen auf Landes – und Bundesebene.

digital
Der für seinen Enthusiasmus bekannte frühere Handballspieler und Schwimmtrainer leistete wertvolle Aufbauarbeit für den Sportverein. Verdienste erwarb sich Nieft auch bei der Sanierung des Bleicheröder Jahn – Sportplatzes sowie der dazugehörigen Wurfanlage. Parallel unterstützte er als Kampfrichter – Obmann die Wettkämpfe des Kreisfachausschusses Leichtathletik und den Bundeswettbewerb der Schulen „Jugend trainiert für Olympia“. Seine ehrenamtliche Arbeit war von Korrektheit und absoluter Zuverlässigkeit geprägt.
Werner Hütcher
THC IN DER EHF EUROPEAN LEAGUE:

 

Doppelspieltag in Baia Mare abgesagt

Die EHF entschied heute, den für den 20. und 21.Februar geplanten Doppelspieltag des Thüringer Handball Club in der Gruppe C der EHF European League bei Baia Mare in Rumänien abzusagen. Damit werden für die Thüringerinnen beide Spiele mit 0:10 gewertet...

"Die momentanen Restriktionen der Bundesregierung hinsichtlich der Quarantänebestimmungen nach und von Rumänien sind alternativlos und lassen keine Durchführung der beiden Spiele am Wochenende zu. Die Sicherheit der Spielerinnen läßt keinen Spielraum für andere Entscheidungen zu.", heißt es in der Pressemitteilung des siebenmaligen Deutschen Meisters.

Die Spiele werden deshalb mit 0:10 gewertet wie das ausgefallene Spiel gegen Astrachan. Die Bewertung der ausfallenden Spiele folgt einer Entscheidung des EHF-Exekutivkomitees Anfang Dezember, die der Wettbewerbsabteilung des Verbandes das Mandat erteilt hatte, dass Spiele, die nicht gespielt und verschoben werden konnten, bewertet und in die Berechnung des jeweiligen Wettbewerbs aufgenommen werden.
WOLFRA HERBST IST SEIT 20 JAHREN FRAUENSPORTWARTIN IM KSB

 

Den Blick nach vorn richten im Lockdown

Runde Geburtstage und Jubiläen sind nichts, womit sie hausieren gehen will und dennoch: zwei Jahrzehnte erfolgreich in Verantwortung für den Frauensport im Landkreis, das ist eine sehr würdigenswerte Tatsache. Wolfra Herbst blickt mit der nnz zurück und nach vorn …

Wolfra Herbst wird von Thüringens Sportministerin Heike Taubert 2018 als "Trainerin des Jahres" geehrt (Foto: C.Keil)Wolfra Herbst wird von Thüringens Sportministerin Heike Taubert 2018 als "Trainerin des Jahres" geehrt (Foto: C.Keil)


In ihre Südharzer Wahlheimat kam die gebürtige Leipzigerin einst der Liebe wegen und ist der Region bis heute treu geblieben. Nach einer leichtathletischen Ausbildung an der DHfK, in der Wolfra sich dem Hürdensprint gewidmet hatte, lag es nahe, auch hier weiter sportlich aktiv zu bleiben. Ihre Übungsleiterlizenz berechtigte sie zum Aufbau einer Sportgruppe in Neustadt, wo sie heute noch Mitglied im Sportverein Hohnstein ist. Seit über dreißig Jahren besteht die Aerobic-Truppe des Vereins nun schon. So war es nur zu verständlich, dass der örtliche Karnevalsverein Interesse an der begeisterten Frauensportlerin zeigte. Dem Werben der Jecken erlag Wolfra Herbst schließlich und gehörte über 20 Jahre dazu.

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In dieser Zeit besuchte sie auch viele Übungsleiter-Weiterbildungen in Jena, beschäftigte sich mit Step-Aerobic und später auch mit Kaha und Aroha, einer Fitnessvariante, die auf dem Kriegstanz der neuseeländischen Maori beruht. Folgerichtig trat die Versicherungsvertreterin mit dem Nordhäuser Kreissportbund und dem damaligen Sportjugendchef Andreas Meyer in Kontakt. Der war ein großer Förderer des Frauensports und sah in den Frauensporttagen in Nordhausen ein großes Potenzial, das Wolfra Herbst und er folgerichtig in die Tat umsetzten. Wie und wann sie dabei zur „Frauensportwartin“ geworden ist, weiß sie heute gar nicht mehr exakt zu benennen. „Das hat sich dann irgendwie ergeben“, sinniert die Sportsfrau. Später ergänzten speziell Aerobic-Nächte die während der Frauensporttage gebotenen Breitensportübungen und hoben die Fitnessbewegung in Nordhausen auf ein noch höheres Niveau. Namhafte Referenten und Fitness-Gurus gaben sich in Nordhauen seitdem die Klinke in die Hand.

In diesem November wird der 20.Frauensporttag begangen und Wolfra Herbst ist sehr optimistisch, dass er auch wirklich stattfindet. Denn im Vorjahr musste die Veranstaltung wegen des Lockdowns und im Jahr zuvor wegen einer Bombenentschärfung genau am Veranstaltungstag in letzter Minute noch abgesagt werden. „Das war ungemein schade für alle, die Gesundheit und sportliche Aktivität schätzen“, bedauert die Organisatorin noch heute.

Frauensporttag in der Wiedigsburghalle: Hoffen auf November (Foto: privat)Frauensporttag in der Wiedigsburghalle: Hoffen auf November (Foto: privat)


Unter dem Corona-Lockdown leidet sie wie alle Breitensportler, die seit November nicht mehr trainieren dürfen. Wolfra Herbst hält sich selbst momentan mit Skilaufen fit und hofft, dass die strikten Maßnahmen bald gelockert werden. Bis dahin wünscht sie allen Frauen, dass sie sich gesund erhalten können, fit bleiben und das Beste aus der Situation machen. „Raus an die frische Luft, immer in Bewegung bleiben, lange Spaziergänge machen und gut auf sich achten“, empfiehlt die Frauenwartin und Nordhäuser „Trainerin des Jahres 2018“.

Wie viele andere Sportler auch besteht sie darauf, dass Sport nur im kollektiven Erleben möglich ist, wenn eine gemeinsame Energie der Sporttreibenden spürbar wird. „Menschliche Kontakte sind im Sport eminent wichtig“, sagt Wolfra Herbst und wünsche sich sehnlichst, dass es bald wieder losgeht und der Sport seine herausragende gesellschaftliche Funktion wieder unter Beweis stellen wird.
Olaf Schulze
ERSTER SIEG DER THC-FRAUEN INS LAUFENDEN EHF-CUP

 

Mit einem Sieg die Mühen belohnt

Der Thüringer HC entschied überraschend deutlich das zweite Spiel gegen die Storhamar Handball Elite mit 41:36 (18:15) zu seinen Gunsten. Was sich gestern schon eindrucksvoll angedeutet hatte, wurde heute für die Thüringerinnen wahr... 

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Mit hohem Selbstvertrauen kippte der THC die schnelle Führung der Gäste und entschied so das für beide Mannschaften torreiche und mit hohem Tempo geführte Spiel für sich. Mit je zwölf Toren trugen Emma Ekenman Fernis und Arwen Rühl zum Erfolg des Thüringer HC bei. Beste Werferinnen der Skandinavierinnen waren Maja Jakobsen und Emilie Margarethe Hovden mit jeweils acht Treffern.

Nur 22 Stunden nach der ersten Begegnung in der Gruppe C der EHF European League trafen der Thüringer HC und Storhamar Handball Elite ein weiteres mal aufeinander. 

Direkt nach dem Anpfiff gelang den Gästen aus Norwegen der Führungstreffer - Maja Jakobsen netzte zum 1:0 ein. Nach ansehnlichen Paraden der Torfrauen auf beiden Seiten gelang Asli Iskit der Ausgleichstreffer. Der THC leistete sich in der Anfangsphase einige Unkonzentriertheiten im Angriff und so legte die Storhamar Handball Elite bereits nach fünf Minuten eine drei Tore vor. Von der Strafwurflinie verkürzte Emma Ekenman-Fernis in der achten Minute auf 3:5. Der THC blieb dran, tat sich in dieser Phase jedoch schwer, den notwendigen Zugriff in der Abwehr zu bekommen, um die Führung der Gäste zu eliminieren. Mit einer schönen Einzelaktion tankte sich Arwen Rühl in der 13. Minute durch die Gästeabwehr und traf zum 6:8. Guro Nestaker postwendend den alten Abstand wieder her. Nach 15 Minuten nahm Herbert Müller die erste Auszeit, um die Strategie gegen die bisher übermächtigen Norwegerinnen zu ändern. Laura Kuske verhinderte mit tollen Paraden die deutlichere Führung der Storhamar HE und gestaltete das Spiel weiterhin offen. Die Ansprache von Herbert Müller schien Wirkung zu zeigen. Nach 18 Minuten war der THC dran, Arwen Rühl netzte zum 10:11 ein. Laura Kuske bewies, dass sie heute zu Recht das Tor der Thüringerinnen hüten durfte. Erfolgreich hielt sie ihrer Mannschaft den Rücken frei. Zum Lohn gab es den Ausgleichstreffer in der 21. Minute, Emma Ekenman-Fernis versenkte den Ball zum 12:12 und sie war es auch, die von der rechten Außenbahn die erste Führung erzielte. Fünf Minuten später baute Youngster Arwen Rühl die Führung auf zwei Tore aus und traf zum 15:13. Den Norwegerinnen gelang in der Schlussphase der ersten Halbzeit nicht mehr viel, die Frauen des THC hatten sich auf die Gäste eingestellt. Somit reagierte Fin Kenneth Gabrielsen und berief seine Mannschaft zur ersten Auszeit ein. Nina Neidhart erhöhte per Tempogegenstoß zwei Minuten vor dem Pausenpfiff auf 17:13. Das hätte man nach der schwachen Anfangsphase so nicht erwartet. Zur Pause ging es beim Halbzeitstand von 18:15, der einer starken Leistungssteigerung des THC in den zweiten 15 Minuten zu verdanken war.

Der THC begann die zweite Spielhälfte, wie sie beendet wurde - Mit viel Tempo und Druck auf die Norwegerinnen. Gleich zu Beginn markierte Josefine Huber das erste Tor und netzte zum 19:15 ein. Im nächsten Angriff gingen die Gastgeberinnen erstmals mit fünf Toren in Führung. Die Nordeuropäerinnen setzten auf die siebte Feldspielerin, um zu verhindern, dass der THC seine Führung weiter ausbaute. Zunächst erfolglos und so zogen die Gastgeberinnen auf 23:16 davon. Die Top-Torschützin der Norwegerinnen, Maja Jakobsen, kam wieder zum Einsatz, um ihre Mannschaft zurück in die Spur zu führen. Nach sechs Minuten in der zweiten Halbzeit verkürzte sie auf 24:18. Die schnelle Antwort kam prompt, Marketa Jerabkova traf und Fin Kenneth Gabrielsen musste ein weiteres Team-Timeout nehmen. Der Gästetrainer fand wohl die richtigen Worte. Maja Jakobsen setzte diese um und reduzierte den Rückstand auf fünf Tore. Die Thüringerinnen glaubten an ihre Chance, das heutige Spiel zu gewinnen. Nachdem Emilie Margrethe Hovden den Anschlusstreffer zum 28:24 erfolgreich verwandelte, holte Herbert Müller sein Team an die Seitenlinie. Er appellierte, weiter gegenzuhalten und die Lücken zu nutzen. Sein Team wusste den Appell umzusetzen und stellte innerhalb von zwei Minuten eine Siebentoreführung her. Der bereits zehnte Treffer der 18-jährigen Arwen Rühl brachte Mitte der zweiten Spielhälfte den 32:25 Zwischenstand. Die Gäste kämpften verbissen gegen die drohende Niederlage und kämpften sich mit drei Toren in Folge auf 32:28 heran. Der THC ließ sich nicht nervös machen. Marketa Jerabkova verschaffte ihrer Mannschaft mit dem Tor zum 34:28 Luft zum Durchatmen. Storhamar wählte eine sehr offensiven Deckungsvariante, um die Offensivkraft der Thüringerinnen in den Griff zu bekommen. Fünf Minuten vor dem Ende zog Fin Kenneth Gabrielsen das letzte Mal die grüne Karte, um seine Mannschaft auf die Schlussphase einzuschwören. Vier Minuten vor Ende holte Arwen Rühl einen Strafwurf zugesprochen, Emma Ekenman-Fernis verwandelte sicher. Die Gäste blieben ihrer offensiv agierenden Abwehr treu, die sich ergebenden Lücken fand der THC. Den 40, Treffer, den so niemand erwartet hätte, erzielte Marketa Jerabkova und machte zwei Minuten vor Ende den überraschenden Heimsieg klar. Das letzte Team Timeout von Herbert Müller war nur noch Formsache, um sich eine bissigere Abwehr für die Restminuten zu wünschen.Petra Blazek, die mittlerweile das THC-Tor übernommen hatte, zeigt noch eine tolle Parade in der letzten Spielminute. Die Rote Karte für Beate Scheffknecht tat 20 Sekunden vor dem Abpfiff nicht mehr ganz so weh. Den letzten Strafwurf verwandelte Emilie Margrethe Hovden sicher und stellte den 41:36-Endstand her. Der THC gewinnt nach einer holprigen Anfangsphase das Rückspiel gegen die Storhamar HE und sammelt wichtige Punkte in der European Handball League.
Sarah Lapp/Bernd Hohnstein/Andreas Hofmann

Stimmen nach dem Spiel:
Herbert Müller (THC):
 Wir hatten uns gestern schon entschieden, heute der Jugend eine Chance zu geben. Arwen Rühl war die Spieler des Tages. Sie hat in der Anfangsphase wichtige Tore geschossen. Was das 18-jährige Mädel über 60 Minuten geleistet hat, ist schon fantastisch. Und ich will gleich Laura Kuske hervorheben, die speziell in der ersten Hälfte für uns wichtige Bälle geholt hat. Ich bin stolz auf die Mannschaft, wie beide Spiele absolviert wurde, wenn man so was innerhalb eines Tages mit nur einer Besprechung schafft, die Nerven zu bewahren. Heute war Geduld gefragt und diese Geduld haben wir ausgespielt. 41 geworfene Tore sprechen eine deutliche Sprache. Es war ein gutes Wochenende und ein verdienter Sieg heute.

Statistik:
Thüringer HC:
 Laura Kuske, Marie Skurtveit Davidsen, Petra Blazek; Emma Ekenman-Fernis 12, Beate Scheffknecht 4, Asli Iskit 2, Ina Großmann, Arwen Rühl 12, Kerstin Kündig, Jolina Huhnstock, Nina Neidhart 3, Marketa Jerabkova 7, Josefine Huber 1.

Storhamar HE: Stine Liden, Tonje Haug Lerstad; Andrea Landas Gabrielsen, Susanne Liberg Amundsen, Lone Sandvik, Elise Skinnehaugen 1, Ellen Marie Folkvord 2, Maja Jakobsen 8, Selma Brodal, Tonje Enkerud 4, Cassandra Tollbring 3, Sara Ronningen 1, Moa Amanda Fredriksson, Ann Grete Norgaard 4, Emilie Margrethe Hovden 8, Guro Nestaker 5.

Schiedsrichter: Malgorzata Lidacka/Urszula Lesiak (POL).
THC-DAMEN UNTERLIEGEN IM EHF-CUP GEGEN STORHAMAR

 

Knappe Niederlage am ersten Doppelspieltag

In einem spannenden EHF European League-Spiel musste sich der Thüringer HC nach langer Führung und großartigem Kampf der Storhamar Handball Elite mit 32:20 (14:14) geschlagen geben. Das Ziel, die Norwegerinnen unter Druck zu setzen und das Spiel nicht leichtfertig zu verschenken, war somit erfüllt...

Beste Werferin aufseiten der Norwegerinnen war mit neun Treffern Maja Jakobsen. Für den THC waren Emma Ekenman-Fernis, Kerstin Kündig und Marketa Jerabkova mit je sieben Toren erfolgreich.

Am ersten von zwei Spieltagen in der EHF European League trafen Storhamar Handball Elite und der Thüringer HC aufeinander. Storhamar gab Corona-Bedingt sein Heimrecht ab und beide Teams einigten sich darauf, an einem Wochenende Hin- und Rückspiel in der Salza-Halle zu absolvieren.

Storhamar ging leicht favorisiert in das Spiel. Schon in der Startphase ließen die Norwegerinnen auch keinen Zweifel daran, diese Rolle auszufüllen. Der Thüringer HC wollte sich kampfbetont zur Wehr setzen und es den Skandinavierinnen nicht zu leicht zu machen.
In der 5. Minute hatte der THC sein Minimalziel erreicht und führte mit 3:4 als Gast in eigener Halle. Der Thüringer HC legte vor, Storhamar lief der Führung erst einmal hinterher.

Einige technische Fehler gaben den norwegischen Frauen die Möglichkeit, die Führung zu übernehmen, Marie Skurtveit Davidsen vereitelte dies mit sehenswerten Aktionen. Mit guten Aktionen in der Abwehr zeigten die Frauen um Coach Herbert Müller, dass sie sich intensiv auf den Gegner vorbereitet hatten. Pfostentreffer und zwei Ballverluste nutzten die Norwegerinnen, um die Führung zu übernehmen.Mitte der ersten Halbzeit führte Storhamar knapp mit 9:7. Herbert Müller nahm das erste Team Timeout, seine Ansprache zeigte Wirkung. Drei Minuten später stand nach einem Treffer von Josefine Huber ein 9:10 auf der Anzeigetafel, der THC lag wieder vorn. In die Schlussphase der ersten Spielhälfte ging der THC mit einer 11:9-Führung. Marie Skurtveit Davidsen hatte zu dem Zeitpunkt 50 % der Würfe auf ihr Tor abgewehrt. Knapp 30 Sekunden vor dem Pausenpfiff ging Storhamar 14:13 in Führung, aus dem Rückraum traf Marketa Jerabkova für den THC und so ging es mit einem gerechten 14:14 in die Spielpause.

Mit zwei schnellen Toren für beide Mannschaften ging es nach Wiederanpfiff in die zweite Halbzeit. Der Aufmerksamkeit der Thüringerinnen war es zu verdanken, dass sie bereits in der 34. Minute mit 16:19 die Führung übernahmen. Zudem parierte Marie Skurtveit Davidsen einen Strafwurf von Ann Grete Norgaard. Der Beginn der zweiten Halbzeit könnte für den THC nicht besser laufen. Das 21. Tor für die Thüringerinnen erzielte Marketa Jerabkova und zwang Fin Kenneth Gabrielsen zu einem frühen zweiten Team Timeout in der 38. Minute.Als Reaktion auf die Umstellung im norwegischen Team griff Herbert Müller eine Minute später zur grünen Karte. Der Thüringer HC zog sein eigenes Spiel mit hohem Tempo konsequent durch. Technische Fehler wurden durch Kampfgeist und Willen ausgeglichen. Storhamar musste den Druck erhöhen, um den Vorsprung der Thüringerinnen nicht anwachsen zu lassen, mit zwischenzeitlichem Erfolg. Der THC hielt mutig dagegen und führte nach 45 gespielten Minuten mit 21:23. Noch zehn Minuten waren zu spielen, mit hohem Kraftaufwand verteidigte der THC seine knappe Führung - 25:26. Schwächen im Abschluss der Thüringerinnen bestraften die Norwegerinnen nun fast ohne eigene Fehler. In die letzten fünf Minuten ging es nach einem Strafwurftor von Emma Ekenman-Fernis mit 29:29. Auf der Gegenseite netzte Emilie Margrethe Hovden zum 30:29 ein. Storhamar verteidigte geschickt und fuhr so einen knappen 32:30-Sieg in der Salza-Halle ein. 
Bernd Hohnstein/Andreas Hofmann

Statistik:
Storhamar HE:
 Stine Liden, Tonje Haug Lerstad; Andrea Landas Gabrielsen, Susanne Liberg Amundsen, Lone Sandvik, Elise Skinnehaugen, Ellen Marie Folkvord, Maja Jakobsen 9, Selma Brodal, Tonje Enkerud 7, Cassandra Tollbring 2, Sara Ronningen 1, Moa Amanda Fredriksson, Ann Grete Norgaard 3, Emilie Margrethe Hovden 5, Guro Nestaker 5.

Thüringer HC: Laura Kuske, Marie Skurtveit Davidsen, Petra Blazek; Emma Ekenman-Fernis 7, Beate Scheffknecht 2, Asli Iskit 1, Ina Großmann, Arwen Rühl 1, Kerstin Kündig 7, Jolina Huhnstock, Nina Neidhart 3, Marketa Jerabkova 7, Josefine Huber 2.

Strafwürfe: 3/1 - 3/3.

Zeitstrafen: 0 - 3.

Schiedsrichter: Malgorzata Lidacka/Urszula Lesiak (POL).
THÜRINGER HC

 

Aus im DHB-Pokal

Im Viertelfinale um den Einzug ins Olymp Final4 des DHB-Pokals musste sich der Thüringer HC dem TuS Metzingen mit 32:35 (14:15) geschlagen geben. Das Spiel war geprägt von hohem Tempo im Angriff und offensiven auftretenden Abwehrreihen auf beiden Seiten... 

Mit sieben Treffern erzielte Asli Iskit die meisten Tore aufseiten des THC. Marlene Zapf war mit 15 Treffern, davon 13 Strafwürfen, beste Werferin der TuSsies.

Den besseren Start erwischten die Gäste aus Metzingen, die mit einer 1:3-Führung vorlegten. Josefine Huber brachte nach zwei Anläufen den Ball zum 2:3-Anschlusstreffer im Tor der unter. Mit tollen Paraden verhinderte Marie Skurtveit Davidsen eine höhere Führung der TuSsies. 

digital
Den zweiten Strafwurf innerhalb der ersten zehn Minuten versenkte Marlene Zapf zum 3:5 auf der Gegenseite sofort die Antwort der Gastgeberinnen. Beide Mannschaften drückten mächtig aufs Tempo. Dabei standen die Thüringerinnen in der Abwehr deutlich besser als in den letzten Spielen. Im Ringen um einfache Tore tat man sich dagegen schwer. In der 18. Minute gingen die TuSsies erstmals mit drei Toren in Führung (7:10). Wenn es nicht läuft, dann kommt noch Pech hinzu, Marketa Jerabkova scheiterte in der 22. Minute von der Strafwurflinie an Madita Kohorst im Tor der Gäste. 

Zwei Minuten später machte es Emma Ekenman-Fernis von selber Stelle besser und netzte zum 11:13 ein. Der Thüringer HC blieb auf Schlagdistanz und hielt die Begegnung weiterhin offen und spannend. Die Abwehrreihen waren auf beiden Seiten nicht zimperlich, das spiegelte sich in zehn Strafwürfen bis zur Halbzeitpause wieder (4/6). Zudem vergaben die Unparteiischen sechs Zeitstrafen (2/4). Mit einem knappen 14:15 für die Gäste verabschiedeten sich die Mannschaften in die Kabinen, der letzte Wurf der Thüringerinnen landete einen Bruchteil nach dem Pausensignal im Tornetz der Tussies.

Der schnelle Ausgleich blieb dem Thüringer HC direkt nach Wiederanpfiff verwehrt. Mit einem Strafwurf für Metzingen endete deren erster Angriff. Beate Scheffknecht musste auf die Strafbank, Marlene Zapf netzte ein. Nach drei Minuten hatten die Gäste ihre Führung auf 15:18 ausgebaut. Der THC hielt dagegen, um den Anschluss zu halten und die Gäste nicht weiter enteilen zu lassen. 

Aber mit cleveren Einzelaktionen wurde die THC-Abwehr in Bewegung gehalten und so gelangen den Gästen leichte Tore. Aufseiten des THC wurden die Außenpositionen und der Kreis besser bedient, Josefine Huber verkürzte zum 18:20. Marlene Zapf ließ von der Strafwurflinie nichts anbrennen und zwang Herbert Müller nach dem Treffer zum 18:22 zum Team Timeout. Zwei sehenswerte Paraden von Petra Blazek in Folge und erfolgreiche Abschlüsse brachten den THC wieder auf ein Tor heran. Josefine Huber netzte Mitte der zweiten Halbzeit zum 23:24 ein. Vier Treffer brachten den Gästen eine komfortable 23:28-Führung für die Schlussphase. Knapp neun Minuten vor dem Schlusspfiff rief Herbert Müller seine Mannschaft erneut an die Seitenlinie. 

Fünf Tore Unterschied zu kompensieren, würde ein Kraftakt für die Thüringerinnen, dazu setzte der Trainer des THC auf die siebte Feldspielerin (24:29). Trotz aller Anstrengungen fand der THC kein Gegenmittel, um das Spiel in den verbleibenden Minuten zu kippen. Dem Treffer des Gastgebers folgte das schnelle Gegentor. Sekunden vor dem Ende erzielte Beate Scheffknecht den 32:35-Endstand. Damit qualifizierte sich der TuS Metzingen für das OLYMP Final4 in Stuttgart.
Bernd Hohnstein

Sehr geehrte Damen und Herren,


Zur Unterstützung insolvenzbedrohter Vereine und gemeinnütziger Organisationen konnte die Thüringer Ehrenamtsstiftung am 3. August 2020 auf einen vorangegangenen Beschluss des Thüringer Landtags den „Sonderfonds für Vereine in Not“ starten.


Mit insgesamt 500.000 € Gesamtumfang und maximal 4.000 € pro Verein möchte die Stiftung eine Existenzbedrohung vieler Vereine des Freistaats abwenden, die aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie in finanzielle Engpässe geraten sind.


So übernimmt die Stiftung anteilige Kosten für Miete, Nebenkosten sowie für Internet- und Telefongebühren, für Verbrauchsmaterial, Versicherungen und Beiträge in Dachorganisationen. Außerdem erstattet die Ehrenamtsstiftung Kosten für abgesagte
Veranstaltungen und Projekte, für Instandhaltungen und für die Öffentlichkeitsarbeit.


Nach zweimonatiger Laufzeit haben 21 Thüringer Landkreise und kreisfreien Städte insgesamt 180 Anträge mit einem Gesamtvolumen von rund 400.000 € für den Sonderfonds gestellt. Davon konnte die Thüringer Ehrenamtsstiftung bislang 144 Anträge bearbeiten. Knapp 230.000 € sind seitdem bewilligt worden.


Der Antragszeitraum ist (rückwirkend ab) 28.03.2020-31.12.2020
Alle Informationen und das Antragsformular sind hier zu finden: https://www.thueringer-ehrenamtsstiftung.de/vereine-in-not/

Aus den Regionen ihres Landkreises sind bisher keine bzw. nur sehr vereinzelte Anträge eingegangen. Daher möchten wir sie bitten auf den Sonderfonds für Vereine in Not in ihrer nächsten Ausgabe hinzuweisen.

 

Vielen Dank und freundlichen Grüßen 
Felix Schwager

 

Thüringer Ehrenamtsstiftung 
Löberwallgraben 8, 99096 Erfurt 
Tel.: 0361/26 27 9940

 

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Eine Soforthilfe für gemeinnützigen Organisationen in Thüringen.

 

Besuchen Sie uns auch unter: www.thueringer-ehrenamtsstiftung.de

SPORTSTÄTTE FRIEDRICH-LUDWIG-JAHN

 

1,8 Millionen für den Bleicheröder Sport

Der Bund stellt Bleicherode für die Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportstätte 1,8 Mio. Euro zur Verfügung. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat die Summe am Mittwoch freigegeben, teilt der CDU-Bundestagsabgeordnete Manfred Grund mit...

Die Mittel stammen aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm des Bundes für kommunale Infrastruktur in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur.

Das Programm lief befristet von 2015 bis 2018. Damals hatten rund eintausend Städte und Gemeinden Projekte mit über 2 Milliarden Euro Investitionsvolumen angemeldet. Nur wenige Kommunen kamen zum Zuge. Bleicherode erhielt damals keine Förderung.

Wegen der großen Nachfrage hatte der Bundestag für 2020 noch einmal 2 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Damit können weitere Projekte gefördert werden. Am Mittwochnachmittag fiel die Entscheidung, dass der Antrag zur Umgestaltung der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportstätte in Bleicherode berücksichtigt wird, lässt Abgeordneter Manfred Grund wissen.

Die Stadt will den Ascheplatz aus den 1950er Jahren sowie die kombinierte Weitsprung- und Speerwurf-Anlauf-Anlage sanieren. Ein gefahrloser Spiel- und Wettkampfbetrieb durch den SV Glückauf ist aktuell nicht möglich. Der Platz soll eine Rasenbedeckung erhalten, das Gefälle abgemildert werden. Gefördert werden außerdem die Sanierung der Umkleidekabinen und Toiletten sowie Stellflächen für Sportler und Besucher inklusive von Behinderten-Parkplätzen.

Mit der Förderung von maximal 1,831 Millionen Euro kann der Sportplatz wieder allen Altersgruppen, den Vereinen und Schulen zugänglich gemacht werden und als Integrationspunkt dienen. "Der Haushaltsausschuss hat dieses Mal Projekte in finanzschwachen Kommunen ausgewählt. Mit der Entscheidung geht eine langjährige Phase zuende, in der Bleicherode nach Förderwegen suchen musste", freut sich Manfred Grund. Die Stadt hatte wegen der Haushaltsnotlage Investitionen außerhalb von Pflichtaufgaben zurückstellen müssen.

 

Informationen des LSB Thüringen

 

Weitere Lockerungen für den Sport

 

Seit dem 31. August sind bei Sportveranstaltungen wieder Zuschauer möglich, sofern ein Infektionsschutzkonzept für die Sportveranstaltung(en) vom zuständigen Gesundheitsamt genehmigt wurde. Um den Sportbetrieb wirklich wiederaufnehmen zu können und das Infektionsrisiko zu minimieren, gilt es einige Auflagen zu beachten. Unter anderem müssen die Sportvereine ein auf ihre Sportarten und Sportstätten angepasstes Infektionsschutzkonzept vorhalten. Zu jeder Vereinsveranstaltung in geschlossenen Räumen (Training, Wettkampf, Vorstandssitzung, Arbeitseinsatz, Versammlung, etc.) muss zudem eine Teilnehmerliste angefertigt und für vier Wochen aufbewahrt werden.

 

 

Ist im gesamten Freistaat Thüringen Sport möglich?

 

 

Grundsätzlich ja! Die aktuelle Verordnung des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport ermöglicht den Sportbetrieb unter freiem Himmel und in geschlossenen Räumen. Allerdings kann die Verordnung in den Landkreisen, kreisfreien Städten und Kommunen unterschiedlich gehandhabt werden. Hier gilt es, sich über die Allgemeinverfügungen vor Ort zu informieren, ob bzw. mit welchen Auflagen Betreten von Sportplätzen oder Turnhallen wieder erlaubt ist.

 

 

Was ist ein Infektionsschutzkonzept?

 

 

 

Das Infektionsschutzkonzept regelt, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten. In ihm müssen mindestens eine verantwortliche Person benannt sein sowie Angaben zur genutzten Raumgröße in Gebäuden, Angaben zur begehbaren Grundstücksfläche unter freiem Himmel und zur raumlufttechnischen Ausstattung gemacht werden. Außerdem muss das Konzept Angaben zu Maßnahmen der regelmäßigen Be- und Entlüftung, der Gewährleistung des Mindestabstandes, wo er möglich ist, der Beschränkung des Publikumsverkehrs, und der Einhaltung der Infektionsschutzregeln nach den §§ 3 und 4 sowie zur Sicherstellung des spezifischen Schutzes von Arbeitnehmern gemacht werden.

 

Bei Sportveranstaltungen mit Zuschauern muss das Infektionsschutzkonzept einen kontrollierten Ab- und Zugangs sowie geeignete Maßnahmen zur Einhaltung des Mindestabstandes gewährleisten.

 

Muss das Infektionsschutzkonzept irgendwo eingereicht werden?

 

 

 

Für den Trainingsbetrieb nicht. Das Infektionsschutzkonzept ist von der verantwortlichen Person oder dem von ihr Beauftragten vorzuhalten und auf Verlangen der zuständigen Behörde vorzulegen. Es kann aber sein, dass einzelne Kommune das Infektionsschutzkonzept vor Öffnung der Sportstätten anfordern und sehen wollen. Der Verein ist verantwortliche Person, wenn er den Sportbetrieb auf oder in einer Sportanlage organisiert und durchführt unabhängig davon, ob der Sportbetrieb auf einer privaten oder kommunalen Sportanlage stattfindet. Für die Erstellung des Infektionsschutzkonzeptes ist sowohl der Inhaber oder Betreiber der Sportanlage als auch der die Anlage nutzende Verein verantwortlich.

 

Vereine, die Sportanlagen in eigener Trägerschaft betreiben (Eigentum, Erbbaurecht, Pacht) sind aufgefordert, ein Infektionsschutzkonzept für ihre Sportanlage selbst zu erstellen. Vereine, die kommunale Sportanlagen nutzen, sollten sich sicherheitshalber mit ihren Kommunen über die Erstellung des Infektionsschutzkonzeptes verständigen.

 

Bei Sportveranstaltungen ist eine Genehmigung durch die zuständige Gesundheitsbehörde maßgeblich.

 

Sind Zuschauer bei Sportveranstaltungen erlaubt?

 

 

 

Grundsätzlich sind Sportveranstaltungen seit dem 31. August 2020 unter freiem Himmel als auch in Sporthallen erlaubt. Maßgeblich ist das Vorliegen eines sportartspezifischen Infektionsschutzkonzeptes durch die Vereine, welches von der zuständigen Gesundheitsbehörde genehmigt werden muss. Der Betreiber der Sportstätte hat ein sportstättenspezifisches Konzept zu erstellen. Wichtig dabei ist unter anderem die Gewährleistung eines kontrollierten Ab- und Zugangs sowie geeigneter Maßnahmen zur Einhaltung des Mindestabstandes. Sollten die Maßnahmen aufgrund erhöhter Infektionszahlen eingeschränkt werden, sind Zuschauer in Sporthallen wieder verboten. Ausgenommen von dieser Regelung werden Profisportvereine sein.

 

Darf man wieder normal Sporttreiben?

 

 

 

Mit der neuen Verordnung sind Sportarten sowie Disziplinen, die nicht ohne direkten Körperkontakt betrieben werden können, ohne Mindestabstand wieder erlaubt. Dazu zählen unter anderem auch die Körper- und Mannschaftssportarten. Dennoch sollte man Körperkontakte auf ein notwendiges Minimum beschränken und auf Begrüßungen ebenso verzichten wie auf mannschaftssportliche Rituale wie Abklatschen, Jubel etc. oder Shakehands. Zudem gilt weiterhin die Empfehlung, dass Sport im Freien vorzuziehen ist. Bei Sportarten sowie Disziplinen, bei deren Ausübung der Mindestabstand unterschritten wird, sollte im Training und Wettkampf möglichst oft auf alternative Bewegungsformen ausgewichen werden.

 

Was hat es mit dem Ampelsystem auf sich?

 

 

 

Die neue Verordnung vom Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport sieht ein Stufenmodell in drei Schritten vor. Ist das Infektionsgeschehen gering, ist in dem jeweiligen Landkreis ein Sportbetrieb ohne grundlegende Einschränkungen und mit Zuschauern bei Wettkämpfen erlaubt. Bei einem erhöhten Infektionsgeschehen können Zuschauer bei Wettkämpfen in der Halle verboten werden. Auch weitere Einschränkungen sind möglich. Ist das Infektionsgeschehen hoch, werden Sportstätten geschlossen und der Sportbetrieb mit wenigen Ausnahmen eingestellt. Die jeweilige Ampelstufe regelt das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport in Abstimmung mit den lokalen Gesundheitsämtern.

 

Gibt es eine Personenobergrenze?

 

 

 

Sport auf und in öffentlichen und nicht öffentlichen Sportanlagen ist auch mit mehr als zehn Personen möglich. Voraussetzung ist ein Infektionsschutzkonzept. In Duschbereichen und Umkleiden ist die Personenanzahl so zu wählen, dass immer der Mindestabstand von 1,5 Metern gehalten werden kann. Für Versammlungen und gesellige Veranstaltungen gilt die Corona-Eindämmungsverordnung des Freistaates Thüringen. Demnach können sich 50 Personen im geschlossenen Raum und 100 Personen unter freiem Himmel versammeln. Auch hier muss der Mindestabstand eingehalten werden. Bei mehr als 100 bzw. 50 Personen ist die Veranstaltung mindestens 48 Stunden vor Beginn den Landkreisen bzw. kreisfreien Städten anzuzeigen.

 

Was muss noch beachtet werden?

 

 

 

Es gibt Empfehlungen, die weiterhin umgesetzt werden sollten, zum Beispiel, dass die Verhaltens- und Hygieneregeln in den Sportstätten gut sichtbar ausgehangen werden. Auch das Desinfizieren der Hände beim Betreten und Verlassen der Sportstätten hilft, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Auch Sportgeräte sollen stetig desinfiziert werden. Auch Ansammlungen beim Betreten und Verlassen der Sportstätten sollten durch geeignete Maßnahmen vermieden werden. Auf den Sanitäranlagen sollte sich immer nur eine Person aufhalten, ausreichend Flüssigseife per Seifenspender und Papiereinweghandtücher sind zur Verfügung zu stellen.

 

Sind Personen vom Training ausgeschlossen?

 

 

 

Es gibt keine Altersbegrenzung. Personen, die der Risikogruppe angehören, müssen besonders geschützt werden. Mit ihnen sollte die Teilnahme am Trainingsbetrieb gesondert besprochen werden und auf eigene Verantwortung geschehen. Personen mit Symptomen einer COVID-19-Erkrankung sowie weiteren Krankheitssymptomen sind ebenso vom Training auszuschließen wie Personen, die in den letzten 14 Tagen vor dem Training Kontakt zu einem Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet hatten.

 

 

Muss beim Sportbetrieb ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden?

 

 

Während des Sportbetriebs muss kein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Für Übungsleiter wird das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes empfohlen. Auch beim Betreten und Verlassen der Sportstätten ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wünschenswert, aber keine Pflicht.

 

Wie lange gelten die aktuellen Regelungen?

 

 

 

Die Verordnung des Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport gilt bis 21. Februar 2020.

 

Wer haftet bei Verstößen?

 

 

 

Da es sich nur noch um Empfehlungen handelt, wird es grundsätzlich durch das Ordnungsamt wohl auch nicht mehr zur Ahndung von Ordnungswidrigkeiten kommen. Dennoch gilt Vorsicht. Ein fehlendes Infektionsschutzkonzept kann mit einer Strafe von 2.500 Euro sanktioniert werden. In der Regel trifft dies den Vereinsvorsitzenden (BGB § 26) oder die von ihm verantwortlich gemachte (für das Infektionsschutzkonzept beauftragte) Person. Wichtig ist den Trainingsbetrieb sorgsam aufzubauen, Übungsleiter und Mitglieder zu informieren und an das Verantwortungsbewusstsein aller Handelnden zu appellieren. Das Infektionsrisiko muss jederzeit so minimal wie nur möglich gestaltet werden.

 

An wen kann man sich wenden, wenn man unsicher ist?

 

 

 

Zunächst sollten sich auf der LSB-Homepage die LSB-Handlungsempfehlungen und die Verordnung des Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport durchgelesen werden. Die sportartenspezifischen Übergangsregelungen der Spitzensportverbände sind ebenfalls zu beachten. Hilfe bei speziellen Fragen und weitere Unterstützung bei der Umsetzung erfolgt durch den Landessportbund Thüringen e.V., die jeweiligen Landesfachverbände sowie den Olympiastützpunkt Thüringen. Konkrete Fragen können Sie telefonisch oder per E-Mail an presse@lsb-thueringen.de stellen. 

 

Herren 30 Aufstieg - Das Wunder von Bad Brambach


(v.l.n.r.) Frank Lindner (Präsident), Torsten Ernst, Andreas Burgdorff, Udo Wieprecht, Andreas Meyer, Peter Hartwich, Volker Franke, Roy Becker (Foto: Golfclub Neustadt) (v.l.n.r.) Frank Lindner (Präsident), Torsten Ernst, Andreas Burgdorff, Udo Wieprecht, Andreas Meyer, Peter Hartwich, Volker Franke, Roy Becker (Foto: Golfclub Neustadt)

Waren die Mannschaften unseres Vereins in den ersten Jahren des Bestehens noch für das Sammeln von Wettkampferfahrungen unterwegs, konnten sie in den letzten 2 Jahren erste kleine Achtungserfolge erzielen, indem die Abstände zu den besseren Mannschaften immer weiter verkürzt wurden.
Doch in diesem Jahr kam der große Durchbruch. War das ein Wunder? Die Herren um den Kapitän Frank L. begannen bereits frühzeitig mit der Vorbereitung trotz der mit Corona gegebenen Einschränkungen. Es wurde einzeln trainiert, es wurde in Vorbereitung der 4-er Teams taktisch analysiert, in mehreren Qualifikationen traf man sich in den umliegenden Golfclubs, um sich auf das anspruchsvolle Terrain im Golfclub Bad Brambach vorzubereiten.

Schließlich entschied man sich aufgrund dieser Ergebnisse für Udo Wieprecht, Roy Becker, Frank Lindner, Volker Franke, Andreas Meyer, Andreas Burgdorff, Torsten Ernst und Peter Hartwich. 
Bereits die am Freitag, d. 3.Juli stattfindende Einspielrunde ließ erahnen, auf welch schwierigem Niveau dieser Platz zu spielen war. So klingen auch die Ergebnisse der beiden am Samstag eingebrachten 4 er Teams von Frank und Udo mit 93 sowie von Roy und Andreas M mit 107 zunächst nicht glücklich. Vergleicht man aber mit den nach diesem Tag Erstplatzierten aus dem 1. Golfclub Leipzig mit insgesamt 196 Schlägen, lag man gerade 4 Schläge dahinter sowie 8 Schläge vor den Drittplatzierten aus dem Golfclub Ullersdorf. Das war schon überraschend, wenn man die Handicaps der Gegner zwischen 8,5 und 13,2 kennt. Das (optimistische) Motto für Sonntag war : Platzierung halten!

Bei trockenem Wetter mit starken Windböen wie am Vortag waren auch hier wieder entsprechende Ergebnisse erwartet worden. Udo  mit 79 sowie Roy mit 85 Schlägen konnten hier aber ganz klar gegen den allgemeinen Trend ein Zeichen setzen. Bei der Siegerehrung kam das unglaubliche zutage: Ullersdorf mit insgesamt 708 Schägen wurde dritter, der 1.Golfclub Leipzig mit 697 Schlägen zweiter und Neustadt erreichte mit 681 Schlägen den nicht mal knappen Sieg nach diesen beiden Tagen in der Klasse B.

Somit kann zum ersten Mal in der Geschichte unseres Vereins ein Sieg und somit ein Aufstieg in die Klasse A verzeichnet werden! Eine tolles Ergebnis einer geschlossenen  Mannschaftsleistung!

Das gibt zum einen Motivation für weiteres Mannschaftstraining, aber auch das Bewusstsein, dass im nächsten Jahr ein viel höheres Niveau zu erwarten ist, wenn man sieht, dass der Absteiger aus der Klasse A mit 648 Schlägen einen doch signifikanten Abstand zu unserem Ergebnis erzielte. Wir werden uns vorbereiten... 
Golfclub Neustadt
Tourismusdatenbank THÜCAT

 

Diese Bank ist startklar

Die neuartige Tourismusdatenbank für den Freistaat ist startklar und kann ab sofort von den Tourismus-Akteuren des Landes genutzt werden. Vor diesem Hintergrund trafen sich am Freitag alle großen Tourismuspartner der ThüCAT in Erfurt. Damit ist Thüringen das erste Bundesland, das touristische Inhalte in einer landesweiten Tourismusdatenbank bündelt, in einer semantischen Struktur verknüpft und diese als Open-Data zur Verfügung stellt...

Grafik (Foto: TTG) Grafik (Foto: TTG)
Umgesetzt wird die ThüCAT von der Thüringer Tourismus GmbH (TTG). Als smarte Datenwolke soll sie zukünftig touristischen Betrieben und Regionen verbesserte digitale Präsentationsmöglichkeiten bieten; gleichzeitig erhalten Gäste stets aktuelle Informationen, die intelligent miteinander verknüpft sind – von Übernachtungen, Sehenswürdigkeiten über Reiseinspirationen bis hin zu Öffnungszeiten.

„Mit dem Start der Datenbank ist nicht nur ein wichtiger Meilenstein in der Umsetzung der Thüringer Landestourismusstrategie 2025 erreicht, mit der Steigerung der digitalen Präsenz können wir Thüringen noch besser als Urlaubsziel positionieren“, betont Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee.

„Die aktuelle Situation stellt die Tourismusbranche vor hohe Herausforderungen. Zwar steigt seit Anfang Juni die Nachfrage wieder an, aber an das Buchungsgeschäft der Vorjahre kann noch nicht angeknüpft werden. Umso wichtiger ist es, dass unsere Angebote online schneller und besser gefunden werden“, so Tiefensee weiter. Hier leiste ThüCAT nicht nur jetzt, sondern auch in der Zukunft einen enorm wichtigen Beitrag, damit Thüringen als Reiseland sichtbar wird. Wichtig sei nun nach dem Start auch, appelliert Tiefensee an die touristischen Betriebe im Freistaat, dass die touristischen Betriebe mitmachen: „Der Mehrwert der Datenbank steigt mit der Menge an Informationen. Je mehr Betriebe mitmachen, umso besser können wir potenziellen Gästen zeigen, was Thüringen zu bieten hat.“

Nahezu alle großen Destinationsmanagementorganisationen wie etwa der Regionalverbund Thüringer Wald e.V., die Rhön GmbH oder die Erfurt Tourismus und Marketing GmbH haben zwischenzeitlich als Partner die Verträge zur Nutzung der Datenbank unterschrieben und beginnen nun mit der Einstellung der Inhalte. Mit der Meiningen GmbH hat sich auch eine erste lokale Tourismusorganisation entschieden, ThüCAT zu nutzen. Ziel sei es, dass alle zwölf Tourismusmanagementorganisationen des Landes Teil von ThüCAT werden und ihre regionalen Partner - Städte, Betriebe sowie Institutionen - einbinden. Die TTG stellt hierfür Schulungsmaterialen zur Verfügung und ist als Systemanbieter von ThüCAT genereller Ansprechpartner für alle Interessenten.

„Die Tourismusorganisationen in den Städten und Regionen werden sich bei der Weiterentwicklung der neuen Thüringer Content Architektur engagiert einbringen, um letztlich abzusichern, dass Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen und Angebote über alle gängigen Suchmaschinen und Kanäle gefunden werden“, erklärte Dr. Carmen Hildebrandt, Geschäftsführerin der Erfurt Tourismus und Marketing GmbH, zum heutigen Netzwerktreffen. „Unser Ziel ist hierbei die Erhöhung des Bekanntheitsgrades und der Besucherzahlen in den Thüringer Städten und Regionen.“

Mehr digitale Sichtbarkeit für Thüringer Tourismusbetriebe
Als Open-Data-Verwaltungstool bietet ThüCAT touristischen Unternehmen, Regionen, Städten oder auch Freizeiteinrichtungen die Möglichkeit, ihre Informationen und touristischen Inhalte in ein landesweites System einzupflegen, anstatt in eigene Contentmanagementsysteme investieren zu müssen. Übernachtungsmöglichkeiten, Sehenswürdigkeiten, Reisepakete oder eingestellte Öffnungszeiten werden so aufbereitet, organisiert und miteinander verknüpft, dass diese als zentrale Informationsquelle von allen Akteuren genutzt werden können. Dabei ist die spezielle Verknüpfung das Alleinstellungsmerkmal der ThüCAT: In der Fachsprache wird hier von einer ontologischen Struktur gesprochen.

Ein Beispiel: Die TTG benötigt für ihre Website www.thueringen-entdecken.de Informationen zur Wartburg. Diese kann sie sich nun aus der ThüCAT holen und sie auf ihren Kanälen einbinden - Rechtefragen sowie eigene Text- und Bilderstellung entfallen. Denn das hat die Wartburg Stiftung bereits übernommen und in der ThüCAT bereitgestellt. Damit kann sie sicher sein, dass ihre touristische Destination nur mit den eigenen Informationen beworben und beschrieben wird - von Bild über Text bis zu historischen Daten oder Öffnungszeiten. Diese Datenverteilung ist unbegrenzt auf allen möglichen Ausspielungskanälen möglich – bestenfalls auch auf Buchungsportalen oder schlicht in einer Suchmaschine.

„Mit unseren Daten sind wir somit da, wo sich auch der potenzielle Gast während seiner Reiseplanung oder aber auch Reise bewegt. Damit wird die Sichtbarkeit der touristischen Betriebe – vor allem der kleinen, die nicht über die notwendigen Ressourcen etwa eines eigenen Internetauftritts verfügen – um ein Vielfaches erhöht“, so Tiefensee weiter. So können beispielsweise mit dem Website-Baukasten touristische Partner vom Gastbetrieb bis zum regionalen Tourismusverband Websites gestalten. Das Besondere dabei: Die ThüCAT ist in der Lage, mit großen Suchmaschinen wie Google und Alexa oder Anbietern wie Tripadvisor zu kommunizieren – diese spezielle Sprache nennt sich „schema.org“ und ist automatisch in der Datenbank hinterlegt. Das erhöht die Sichtbarkeit und Ausspielung über die Global Player im Netz.

Bessere Informationen für potenzielle Gäste
Gleichzeitig finden Gäste und Interessierte ihre gewünschten Informationen aus „einer und erster Hand“. Denn jeder Thüringer Tourismusanbieter ist selbst für seine Daten verantwortlich und kann diese aktuell halten. „Egal ob Kontaktdaten, Geodaten, Öffnungszeiten, Angebote, das Wetter oder die Verkehrsinformationen – die Datenbank ermöglicht die Verknüpfung von für den Gast relevanten Informationen in bisher noch nie dagewesener Form und macht so eine kundenfreundliche und personalisierte Antwort auf seine Suche möglich“, ergänzt Detlef Klinge, Leiter des 4.0-Kompetenzzentrums bei der TTG, der die Datenbank aufgebaut hat.

Tourismus-Kampagne „Tür an Tür“ auf Basis von ThaCAT
Mit dem Auftakt zu ThüCAT startet heute auch die Tourismus-Kampagne „Tür an Tür mit Thüringen“ der TTG, für deren digitale Inhalte erstmals der Website-Baukasten des Systems genutzt wird. Die Kampagnenseite nebenan.thueringen-entdecken.de wurde in den letzten Wochen gemeinsam von mehreren Tourismusakteuren im Land anhand des ThüCAT-Systems gepflegt. Das Ergebnis ist ein Potpourri aus aktuell insgesamt zwölf Reise-Geschichten, die alle Tourismusregionen Thüringens repräsentieren. Die neue Tourismuskampagne soll nach der Corona-Pandemie Werbung für den Urlaub in Thüringen machen. Die virtuellen Inhalte werden durch Plakat-Werbung ergänzt: Ab dem 17. Juli bewerben Großflächen das Reiseland in Städten wie Erfurt, Jena, Gera, Gotha, Eisenach, Bad Hersfeld, Bamberg, Fulda, Göttingen, Leipzig, Halle oder Nürnberg.

Als wichtiger Meilenstein in der Thüringer Tourismusstrategie wurde ThüCAT seit Anfang 2018 von der Thüringer Tourismus GmbH (TTG) aufgebaut. Die Investitionskosten von 650.000 Euro für den Aufbau wurden aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gezahlt. Die laufenden Kosten nach der Implementierung teilen sich künftig die TTG und die anerkannten großen Tourismusorganisationen.
KREISSPORTBUND

 

Trainingsbetrieb wird wieder aufgenommen

 

Mit der jüngsten Thüringer Verordnung wurde die Öffnung der Sportstätten bekanntgegeben. Nur mit Einhaltung von bestimmten Vorschriften darf mit dem Trainingsbetrieb begonnen werden. Der Kreissportbund hat die wichtigsten Richtlinien zusammengefasst...

1. Infektionsschutzkonzept/Hygieneplan
Es muss ein Hygieneplan vorgehalten werden. In den ###pdf## findet sich ein Muster.

Zusätzlich haben die Fachverbände schon Hygieneregeln festgelegt. Unter folgendem Link finden sich die Vorschriften der Fachverbände:

https://www.dosb.de/medien-service/coronavirus/sportartspezifische-uebergangsregeln/?Übergangsregeln=

Der Hygieneplan ist für jedermann zugänglich auszulegen oder auszuhängen. Auch hier gibt es ein Handlungsempfehlungen des DFB das individuell an die jeweilige Sportart angepasst werden muss. 

Folgende, wichtige inhaltliche Punkte sind zwingend zu berücksichtigen:
  • es ist eine Person des Vereins als Hygienebeauftragter zu benennen. Dieser ist Ansprechpartner für alle Belange hinsichtlich Hygienemaßnahmen und Infektionsschutz
  • der Hygienebeauftragte belehrt die Trainer und Mitglieder des Vereins und hat die Kontrolle über die Einhaltung der Maßnahmen. Die Belehrung sollte dokumentiert werden
  • Angaben benutzte Raumgröße in Gebäuden, also flächengrößen der Sporthallen oder Übungsräume
  • Angaben zu begehbaren Grundstücksflächen unter freiem Himmel, also etwa die Größe der Trainingsflächen (Rasen, Hartplatz, Spielfläche)
  • Angaben zur raumlufttechnischen Ausstattung (Klimaanlage, Angaben zu Fenstern)
  • Angaben zu folgenden Maßnahmen (regelmäßige Be-und Entlüftung, Gewährleistung MIndestabstand, Beschränkung des Publikumsverkehrs, Einhaltung der Infektionsschutzregeln siehe Thüringer Verordnung vom 12.05.)
  • falls erforderlich Angaben zum Schutz von angestellten Arbeitnehmern auf der Sportstätte

Das Infektionsschutzkonzept muss erstellt werden und sollte dem jeweiligen Träger der Sportstätte vorgelegt werden. Nach Erstellung des Konzeptes sowie der Verhaltensregeln ist der Träger der Sportstätte über die Wiederaufnahme des Trainings zu informieren.

Anwesenheitsliste
Für alle Trainingseinheiten ist eine Anwesenheitsliste zu führen mit Datum, Name,/Kontakt- Telefonnummer um eine eventuelle Infektionskette nachvollziehen zu können. Verantwortlich sind die Trainer der jeweiligen Trainingsgruppen. Die Listen müssen vier Wochen aufbewahrt werden.

Trainingsgruppen
Die Größe der Trainingsgruppen richtet sich nach der Größe der Trainingsfläche, erlaubt ist eine Person auf 20 Quadratmetern.

Der Trainer ist verantwortlich für die Einhaltung der Abstandsregel (möglichst zwei Meter) - es wird empfohlen eine Trainingsgruppe mit maximal fünf Personen zu bilden, um den Überblick zu bewahren. Es sollen feste Trainingszeiten eingehalten werden, um die Kontakte zwischen den Trainingsgruppen so gering wie möglich zu halten.

Freizeitsport
Die Sportstätte ist nur für den Vereinssport in festgelegten Trainingszeiten geöffnet. Außerhalb der Trainingszeiten darf die die Sportstätte nicht genutzt werden, um die Kontakte auf der Trainingsstätte kontrollieren zu können.

Mundschutz
Während des Trainings im muss kein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Für Übungsleiter wird das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes empfohlen. Beim Betreten und Verlassen derSportstätten ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wünschenswert.

Desinfektionsmittel
Der KSB empfiehlt den Vereinen, die entsprechenden Hygienemittel ihren Mitgliedern bereitzustellen. Dabei will der KSB die Verein gerne unterstützen, indem jedem Verein bei Bedarf ein Hygiene-Start-Paket kostenlos im Wert von 30 Euro zur Verfügung gestellt wird. 

Das Hygiene-Paket umfasst folgende Artikel: 
  • Flüssigseife 
  • Papierhandtücher 
  • Flächendesinfektion als Spray oder als Tuch
  • Händedesinfektion
  • Reinigungshandschuhe 
  • Absperrband 
  • sowie bei Bedarf Masken

Der Bedarf ist dem KSB bitte anzuzeigen, ein Bestellschein kann demnächst per Mail zugesandt werden. Bei vereinseigenen Sportstätten ist man gern bereit, beim Umsetzen der Maßnahmen, wie Flächenkennzeichnungen, Hinweisschilder und ähnlichem behilflich zu sein.

Sporthallen
Training in der Sporthalle ist mit den jeweiligen Trägern der Hallen abzuklären. 

Bei Fragen kann der KSB gern kontaktieret werden. Außerdem plant der Verband zum Thema Wiederaufnahme des Sportbetriebes am 22.05., um 18.00 Uhr ein Online-Seminar, bei dem akut auftretende Fragen gestellt werden können. Weitere Informationen werden dazu zeitnah veröffentlicht.

KSB-Chef Patrick Börsch appeliert an alle Vereine sich an die Regeln zu halten. "Das Ordnungsamt wird die Einhaltung kontrollieren. Nichtbeachtung kann zu Ordnungswidrigkeiten, im schlimmsten Fall zu Straftatbeständen führen. Damit das Spiel auf Bewährung nicht schief geht, bitte ich deswegen alle Verein eindringlich darum, die Regeln zu befolgen."

Wiederaufnahme des organisierten Vereinssports in Thüringen: Was beachtet werden muss!

https://www.thueringen-sport.de/news/news-details/news/

wiederaufnahme-des-organisierten-vereinssports-in-thueringen-was-beachtet-werden-muss/

 

Thüringer Sportvereine dürfen eingeschränkt öffnen

Mit der ab 13. Mai 2020 gültigen Verordnung darf in Thüringen wieder mehr Vereinssport angeboten und getrieben werden – an der frischen Luft sowie in Sportstätten. Damit ist ab Mittwoch ein nächster Schritt zur Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs möglich... – stets unter strengster Beachtung der gültigen Abstandsregeln und Hygienevorschriften...

Dazu erklärt LSB-Hauptgeschäftsführer Thomas Zirkel: „Wir begrüßen ausdrücklich dieses positive Signal als weitere Etappe, um nun unseren Vereinen, Verbänden und natürlich den 365.000 Mitgliedern eine Perspektive der nächsten Schritte hin zu mehr Sporttreiben bieten zu können. Diese schrittweisen Öffnungen zeigen, dass die Wichtigkeit des Vereinssports für die Gesundheitsförderung als elementar im Freistaat angesehen wird – auch in dieser schwierigen Zeit mit oftmals großem Bewegungsmangel gerade durch die Schließung. Noch ist Geduld gefragt. Bevor die Vereine wieder Angebote starten können müssen alle notwendigen Auflagen umgesetzt werden und es bedarf einer intensiven Abstimmung mit den Verantwortlichen in den Landkreisen und Kommunen. Wir appellieren an das Verantwortungsbewusstsein der Vereinsvertreter, stets die Hygieneauflagen sowie die Vorgaben der Fachverbände sorgsam einzuhalten, um die Corona-Pandemie weiterhin erfolgreich zu bekämpfen und damit gemeinsam auch weitere Schritte zu ermöglichen.“

Der LSB hatte sich intensiv für die schrittweise Wiederaufnahme des Vereinssports und die Zulassung weiterer Öffnungsschritte in Abstimmung mit dem für Sport zuständigen Thüringer Ministerium bei der Landesregierung eingesetzt.

Sportminister Helmut Holter begrüßt die Lockerung ebenfalls: „Sport ist ein Quell von Lebensfreude, und so freut es mich, dass Thüringen auch für den Sport nun einen großen Schritt macht. Wir haben es alle gemeinsam geschafft, die Infektionskurve deutlich abzuflachen. Nun können wir wieder den Sport als gesunderhaltenden und für viele Thüringerinnen und Thüringer wichtigen Lebensinhalt Schritt für Schritt in den Mittelpunkt rücken. Sportvereine können ab Mittwoch wieder unter gewissen Vorgaben im Freien und auch Indoor trainieren und sich auch sonst um ihre Sportstätten kümmern und ihrem Vereinsleben nachkommen. Wichtig bleibt aber, dass die weiterhin strengen Infektionsschutzmaßnahmen eingehalten werden. Deshalb können derzeit bestimmte Trainingsformen, bei denen die Abstandregeln nicht eingehalten werden, und auch Wettkämpfe noch nicht wieder zugelassen werden. Ich habe großes Vertrauen in den Landessportbund, die Sportfachverbände und in die Vereine, dass hier nun mit Umsicht und Verantwortung vorgegangen wird. Denn der Sport hat immer auch eine große Vorbildwirkung.“

Die wichtigsten Punkte zur Wiederaufnahme des Sportbetriebes in Thüringen im Überblick:
  • ab Mittwoch, 13. Mai 2020 ist der Sport- und Trainingsbetrieb im Breiten-, Gesundheits-, Reha- sowie Leistungssport einschließlich der Spezialschulen für den Sport auf und in allen privaten und öffentlichen Sport- und Freizeitanlagen wieder erlaubt
  • Lehrgänge für die Aus- und Fortbildung, Arbeitseinsätze auf oder in Sportanlagen sowie Vereins- und Verbandsversammlungen sind wieder möglich
  • der Sport- und Trainingsbetrieb erfolgt insbesondere bei Kampf- und Mannschaftssportarten kontaktfrei und ohne Wettkampfsimulationen und -spiele.
  • Wettkämpfe und ähnliche Sportveranstaltungen (mit Zuschauern/Publikum) sind zunächst nicht gestattet
  • · ab 1. Juni 2020 ist unter anderem die Öffnung von Fitnessstudios sowie Schwimmbädern (keine Hallenbäder), ebenfalls unter strengen Abstands- und Hygieneauflagen wieder möglich. Nähere Informationen folgen, sobald weitere Entscheidungen gefallen sind.

Für alle Bereiche gilt, dass die Erstellung und Einhaltung von Infektionsschutzkonzepten und Hygieneregeln durch die Vereine grundlegend ist. Eine Öffnung kann erst erfolgen, wenn Schutzkonzepte umgesetzt werden können – u.a in Abhängigkeit der kommunalen Verfügungen bei Sportstätten in deren Verantwortung. Zusätzlich gibt ein Konzept des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport Details für Vereinsvorstände, Übungsleiter und Trainer zur Durchführung von Sportangeboten vor. Gemeinsam mit dem LSB Thüringen wurden Handlungsempfehlungen als Hilfestellung im Vorfeld erstellt.
Sebastian Fernschild
 

SONDERSHAUSEN.  Andreas Räuber vom Kyffhäuser Kreissportbund bietet aktiv Hilfe für Vereine an.

KSB-Präsident Andreas Räuber ruft alle Vereine auf, sich zu melden, wenn Hilfe benötigt wird.

KSB-Präsident Andreas Räuber ruft alle Vereine auf, sich zu melden, wenn Hilfe benötigt wird.

Foto: Dirk Bernkopf

Auch beim Kyffhäuser Kreissportbund ist die Lage aufgrund der Corona-Krise prekär. Wir haben uns mit dem Präsidenten Andreas Räuber über die aktuelle Lage unterhalten.

Viertelfinale in der Wiedigsburg

Spitzenspiel im EHF-Cup - die Damen des Thüringer HC treffen im Viertelfinale heute auf die Kroatinnen von Podravka Vegeta. Die nnz ist wie immer mit dem Ticker Live dabei...



60. Minute: Und das Spiel ist aus, der THC verliert 28:34. Wer hier heute die bessere Mannschaft war zeigte die erste Hälfte schon deutlich. Die Kroatinnen waren deutlich schneller und geschickter vor dem Tor. Der THC konnte mit Kampfgeist und schierer Wucht mithalten, in der zweiten Hälfte ging diese Rechnung nicht mehr auf. Der EHF-Cup ist damit für die Thüringerinnen zu Ende. Wir verabschieden uns aus der Wiedigsburg und hoffen das der THC bald zurückkehren kann

60. Minute: Und trifft, und trifft, und trifft - 28:34

59. Minute: Mässing bringt den THC zum 28:33

58. Minute: Podravka macht Zielübungen und trifft und trifft und trifft, 27:33

58. Minute: Noch ist es nicht ganz vorbei, Alicia Stolle trifft zum 27:31

57. Minute: 26:32

56. Minute: Und weiter geht's der THC hat aufgegeben, 25:31

55. Minute: Und Treffer Nummer 30 für die Gäste

54. Minute: Der THC schmeißt alles nach vorne und kassiert die Rechnung für das Risiko, der Kasten ist leer, Podravka zieht davon, 25:29

54. Minute: Podravka führt inzwischen mit 25:28

52. Minute: 7-Meter für den THC, Lopes verwandelt, 25:27

52. Minute: Abwehr ausgetrickst, Treffer versenkt, 24:27 für die Gäste

51. Minute: Die Tore machen die Gäste, 24:26

50. Minute: Es verbleiben zehn Minuten in denen der THC mindestens fünf Tore machen müsste ohne Gegentreffer zuzulassen

50. Minute: Nochmal Bölk, 24:25

49. Minute: Schönes Ding von Emily Bölk, 23:24, das Gegentor folgt aber prompt, 23:25

48. Minute: Schöne Parade von Giegerich, aber die Kroatinnen sind weiter am Ball

46. Minute: Anschlusstreffer durch Mässing, Podravka trifft ebenso, 22:24

46. Minute: Nächster Treffer für Podravka, 21:23

45. Minute: Tor für die Gäste, 21:22

45. Minute: Scheffknecht mit dem Ausgleich, 21:21

44. Minute: Podravka mit frischen Spielerinnen auf dem Feld und der erneuten Führung, 20:21

43. Minute: Ausgleich durch Jakubisova

42. Minute: Und wieder daneben, dem THC gelingt es nicht, sich zu lösen und das Spiel zu drehen. Dafür geht Podravka erneut in Führung. 19:20

41. Minute: Giegerich hält den THC im Spiel, Zeitstrafe für die Gäste

41. Minute: Bölk mit dem Ausgleich

39. Minute: Auf beiden Seiten schleichen sich zunehmend Fehler ein

39. Minute: Der THC vergibt weitere Chancen

38. Minute: Giegerich hält einen weiteren Angriff, hat gegen den nächsten Tempo-Gegenstoß aber keine Chance, 18:19

36. Minute: Der THC kämpft um jeden Ball, für Podravka gibt es eine Zeitstrafe, 7-Meter für den THC, aber Scheffknecht scheitert, den Angriff der Kroatinnen kann der THC direkt kontern, Scheffknecht steht nochn hinten, bekommt den Pass - Ausgleich!

34. Minute: Fehler bei Podravka, Chance für den THC, die scheitert erst an den Fingerspitzen der kroatischen Keeperin, dann am Pfosten, Podravka verwandelt den Konter, 17:18

33. Minute: Und nochmal Giegerich!

32. Minute: Ausgleich durch Alicia Stolle

32. Minute: Strafwurf für die Gäste, Giegerich hält

31. Minute: Der erste Treffer geht aber an Bölk, 16:17

31. Minute: Und weiter gehts, Podravka hat den Ball

30. Minute: In der letzten Minuten lässt sich der THC hängen, Podravka kann mit zwei Toren Führung in die Pause gehen. Wenn die Damen des THC sich gegen die Abwehr werfen, umtanzen die Kroatinnen die Thüringerinnen. Die technische Überlegenheit liegt deutlich auf Seiten Podravkas, der THC kann bisher vor allem mit viel Kraftaufwand gegen die Niederlage anrennen. Ob die Konstitution das auch in der zweiten Hälfte mitmacht dürfte fraglich sein

29. Minute: Ausgleich für Podravka, die Abwehr des THC hat sich zum wiederholten male ausmanövrieren lassen, 15:15

28. Minute: Sazdosvka bringt den THC wieder in Führung, 15:14

27. Minute: Nächste Zeitstrafe für die Gäste

26. Minute: Jetzt ist der THC mit dem 7-Meter dran, Scheffknecht führt aus und trifft, Ausgleich!

25. Minute: Zeitstrafe für Bölk, 7-Meter für die Gäste. Giegerich hält!

23. Minute: So muss ein Tempo-Gegenstoß aussehen! Fehler bei Podravka, Sazdovska kommt an den Ball und kann durchmarschieren, 13:14

22. Minute: Kurze Auszeit. Wenn der THC seine Chancen nicht besser nutzt wird es nichts mit dem Einzug ins Halbfinale, fünf Tore Vorsprung müssten es heute noch werden. Danach sieht es im Moment gar nicht aus

22. Minute: Und wieder Podravka, 12:14

20. Minute: Ausgleich durch Jakubisova, Podravkas Antwort folgt sofort, 12:13

19. Minute: Patzer bei Podravka, der Gegenstoß kommt aber eine bis dato glücklose Rodriguez knallt das Ding an den Pfosten, nicht ihr erster Wurf der heute daneben geht. Die Gäste können derweil wieder in Führung gehen, 11:12

18. Minute: Bölk bringt den THC wieder ran, 11:11

17. Minute: Tor für die Gäste nach einem unnötigen Ballverlust des THC, Scheffknecht verstolpert das Leder am Kreis

16. Minute: Direkt geht eben auch wenn die Finesse fehlt, Beeate Scheffknecht mit dem Ausgleich 10:10

15. Minute: Emily Bölk hält den THC im Spiel, 9:10

14. Minute: Podravka zeigt mehr technische Finesse, trifft erneut 8:10, Giegerich bleibt chancenlos

13. Minute: Gute Chance für den THC, dem Gegenstoß fehlt die Spritzigkeit die die Gegner hier zeigen und scheitert an der Keeperin der Gäste, Podravka kann erneut in Führung gehen, 8:9

12. Minute: Der THC versucht es weiter mit roher Gewalt und erzielt den Ausgleich, 8:8

11. Minute: Wieder kann Podravka schnell auf den Angriff des THC antworten und geht in Führung, 7:8

11. Minute: Durchmarsch der Kroatinnen, mit dem Tempo konnte die Thüringerinnen diesmal nicht mithalten, 7:7

9. Minute: Bölk's Gewaltwürfe sind keine Garantie für Treffer, auch Versuch Nummer zwei geht Fehl, dafür gibt es Gelb für Podravka und einen Strafwurf für den THC, Scheffknecht verwandelt aber die Gäste antworten prompt, 7:6

9. Minute: Tor für die Gäste, 6:5, den hätte Giegerich haben können, der Frust ist ihr anzusehen

8. Minute: Wieder steigt Bölk vor dem Kreis hoch, Treffer! 6:4

8. Minute: Nächster Treffer für die Gäste, 5:4

6. Minute: Bölk macht's aus der Entfernung, 4:2 aber Podravka zieht nach, 4:3, die Antwort folgt sofort Alicia Stolle trifft zum 5:3

6. Minute: Das kann Lydia Jakubisova auch, 3:2, den Konter hält Giegerich

4. Minute: Gegenstoß Podravka, die Thüringerinnn reagieren schnell, können dem Gegner in der Mitte das Tempo nehmen, der bleibt aber am Ball und trifft mit einem schönen Aufsetzer zum Ausgleich, 2:2

4. Minute: Anschlusstreffer für die Gäste, 2:1, der Ball kommt im spitzen Winkel von der Seite, Giegerich kann nicht viel machen

3. Minute: Podravka vor dem Tor, vorsichtiges abtasten, Ballverlust und Gegenstoß, Jakubisova kommt durch die Verteidigung frei zum Wurf, 2:0

2. Minute: Emily Bölks erster Wurf geht weit über das Tor, im Nachgang kann sie den Patzer wieder gut machen, 1:0

1. Minute: Und es geht los, der THC hat den Ball


13.59 Uhr
Übrigens: wenn es hier am Ende 27 zu 23 für den THC stehen sollte, man also torgleich wäre, wird es keine Verlängerung sondern ein 7-Meter-Werfen geben

13.51 Uhr
Die technischen Patzer aus dem Hinspiel möchte man heute vergessen machen, Podravka hatte die Fehler gnadenlos und schnell ausgenutzt und so das Spiel bestimmen können.

13.49 Uhr
Für den Thüringer HC geht es heute im alles. Im Hinspiel hatte man sich den Kroatinnen trotz harten Kampfes geschlagen geben müssen. Mit 27 zu 23 ging man vor einer Woche aus der Partie
Peter Cott
 

BLEICHERODE/KLETTENBERG.  24 Mannschaften kämpfen um Pokale. Der Ausrichter – die Grundschule Klettenberg – hofft auf den Thüringer Naturschutzpreis.

Klettenbergs Grundschüler kämpften am Samstag beim neunten Hohenstein-Cup um gute Plätze. 

Klettenbergs Grundschüler kämpften am Samstag beim neunten Hohenstein-Cup um gute Plätze. 

Foto: Peter Cott

Ein quirliges Handball-Turnier mit reichlich Publikum und mitfiebernden Eltern durfte erleben, wer am Samstag der Georgenberghalle in Bleicherode einen Besuch abstattete. Hierher hatte Klettenbergs Grundschule zur nunmehr neunten Auflage ihres Hohenstein-Cups eingeladen. Und die Generalprobe vor dem Zehnjährigen durfte sich über einen Teilnehmerrekord freuen, der nun im Jubiläumsjahr getoppt werden soll: Gleich 24 Mannschaften aus Grundschulen des gesamten Landkreises – und mit Schlotheim sogar darüber hinaus – ermittelten in zwei Altersklassen ihre Champions.

Dass die Klettenberger Grundschüler sich mit anderen Schulen nicht etwa im Fußball oder Völkerball, sondern im Handball messen, sei gute Tradition, wissen Schulleiterin Carola Grützner-Radtke und Fördervereinschefin Antje Lange. Grützner-Radtke hatte die von ihrer Vorgängerin übernommen, doch schon zuvor habe der Ort immer kontinuierlich Trainer selbst für die Kleinsten gehabt. Aus Sicht der Schulleiterin übrigens auch „eine Win-Win-Situation“ für die Bleicheröder, die ihre Halle bereitstellen. Gewinne der SV Glück-Auf so doch regelmäßig auch Nachwuchsspieler.

Verstärkt worden sei dieses Handball-Fieber in den Anfangsjahren noch durch die Aktion „Kinder weg von der Straße“ des Kreissportbundes (KSB), erzählen die Fördervereinsmitglieder, die für die Organisation des Tages verantwortlich zeichnen. Einnahmen aus Festen wie diesem gehen immer in neue Projekte wie die Begrünung des Schulgeländes vorigen Sommer: Bäume und eine Beeren-Naschhecke waren damals angepflanzt, Hochbeete im Schulgarten angelegt und Insektenhotels gebaut worden. „Mit dieser Idee haben wir uns jetzt auch beim Thüringer Naturschutzpreis beworben“, wusste Schatzmeisterin Cindy Stölzel Neues aus dem emsigen Vereinsleben zu berichten.

Die Sieger:

Erst- und Zeitklässler:

1. Platz: Montessori-Grundschule Nordhausen

2. Platz: Käthe-Kollwitz-Grundschule Nordhausen II

3. Platz: Käthe-Kollwitz-Grundschule Nordhausen I

Dritt- und Viertklässler:

1. Platz: Grundschule Petersdorf

2. Platz: Klettenberg I

3. Platz: Grundschule Niedersalza

NORDHAUSEN.  Nordhausens Tischtennisverein schlägt Saalfeld 9:3. 

Martin Wiegner sorgte mit dem 6:2 für weitere Beruhigung im Spiel gegen Saalfeld.

Martin Wiegner sorgte mit dem 6:2 für weitere Beruhigung im Spiel gegen Saalfeld.

Foto: Christoph Keil

Der Spitzenreiter TTV Hydro Nordhausen bleibt das Maß aller Dinge in der Tischtennis-Thüringenliga. Auch der TTC Saalfeld fand kein Mittel, um die Nordhäuser Siegesserie zu stoppen. Zwar verlor das Doppel Domnick/Holzberger 1:3, aber Wenzel, Spychala und Vanahel besorgten einen 5:1-Vorsprung. Martin Wiegner sorgte mit dem 6:2 für weitere Beruhigung. Auch wenn Holzberger danach 0:3 verlor, am Tagessieg und damit dem elften im elften Spiel änderte das nichts im Geringsten.

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Filmpremiere in Bleicherode


Ein Abend wie kein Zweiter

 

So einen Abend hat man in Bleicherode noch nicht erlebt und wird ihn wohl auch so schnell nicht wieder erleben. In der kleinen Kali-Stadt wurde gestern außergewöhnliche Filmpremiere gefeiert. „Lotti - oder Bleicherode der etwas andere Heimatfilm“, heißt der Streifen, die Stars auf dem roten Teppich waren die Bleicheröder selbst...


Als der Vorhang fällt, regnet es goldenes Lametta, das Publikum spendiert stehende Ovationen und draußen wartet schon die Eröffnung des „Walk of Fame“, in der Bleicheröder Version. In der alten Kali-Stadt feierte man gestern Abend ein Fest, wie es hier wohl noch kein zweites gab. Nach anderthalb Jahren Entstehungsgeschichte bekamen die Bleicheröder endlichen ihren Film zu sehen.

digital
Denn was hier über die Leinwand lief, war kein gewöhnlicher deutscher Kinostreifen. Das fing schon bei der ersten Idee an, denn seine Entstehung hat „Lotti“ einem Zufall zu verdanken. Filmemacher Hans-Günther Bücking war im Herbst 2018 beruflich auf dem Weg in den Harz, als er einen Stopp in seiner alten Heimatstadt einlegte, die er in jungen Jahren mit seinen Eltern verlassen hatte. Ob es wohl das alte Kino noch gab das er zuletzt als sechsjähriger betreten hatte? Das kleine Filmtheater stand noch an Ort und Stelle. Und hier traf Bücking auf Alf Schneider, den Kinobetreiber. Man kam ins Gespräch und aus dem Gespräch wurde eine verrückte Idee: man würde einen eigenen Film drehen. Für Bleicherode, von Bleicherödern. Auf Stars und Sternchen wollte man größtenteils verzichten und stattdessen Bleicheröder Gesichter zeigen.

Bis zur gestrigen Premiere sollten rund anderthalb Jahre vergehen. Regisseur Bücking und sein Team arbeiteten bis zur letzten Minute an dem 90minütigen Spielfilm, der seinen allerletzten Schliff einen Tag vor der Erstaufführung erhielt.

Der Film erzählt die Geschichte von Lotti Funke, gespielt von Marion Mitterhammer, die zur Beerdigung ihrer Mutter nach Bleicherode zurückkehrt. Vor zehn Jahren verließ sie ihre Heimatstadt, die damals sechsjährige Tochter Jenny blieb in der Obhut der Mutter zurück. Die Jugendliche steht jetzt alleine da, will von der entfremdeten Mutter aber nichts mehr wissen. Zu den familiären Verwerfungen kommen finanzielle Schwierigkeiten: der Bestatter will von Lotti 3.500 Euro haben. Geld das Lotti nicht hat.
In Bleicherode kennt man die Heimkehrerin freilich noch, nicht allein weil sie ein Kind der kleinen Stadt ist, sondern auch weil sie in Wien eine Filmkarriere der etwas anderen Art hingelegt hat. Die ein wenig in die Jahre gekommene Lotti hat sich einen Namen als Pornostar gemacht. Das bringt den einen oder anderen Bleicheröder Herren auf unmoralische Ideen und sorgt zwischen Fleischertheke und Kaffeehaus für jede Menge zündenden Gesprächsstoff.

Herausgekommen ist ein Drama, das gleichzeitig Komödie mit derben Witz und auch ein Stück Gesellschaftsspiegel ist. „Der Film ist auch ein Blick auf das Leben in so einem kleinen Ort. Da kennt jeder jeden, jeder ist gegen jeden oder auch nicht und das kann sehr amüsant sein. Da kann man eine Menge rausholen.“, erzählt uns Regisseur Bücking am Rande der Premierenfeier. In der Bäckerei wird Lotti gar nicht erst bedient, im Café macht man ihr mehr als deutlich was man von ihrem Lebenswandel hält und selbst der verschroben liebenswürdige Fleischermeister, der der Dame in Not einen Job gibt, kann von derben Witzen rund um Lottis Erfahrungen mit dem „Fleisch“ nicht lassen. Trotzdem steckt Lotti die Männer alle in die Tasche, vom Unternehmer Eduard „Eddie“ Weinstein über ihren Produzenten „Rokko“ bis zum Bestatter Ernst und seinen Trinkkumpanen. Auf dem Weg zu ihrer Tochter läuft sie hingegen immer wieder gegen Wände und steht vor den Trümmern ihrer eigenen Entscheidungen.

Marion Mitterhammer als „Lotti“, Bruno Jonas (Eddie) und Thomas Rohmer (Rokko) sind dabei die einzigen professionellen Schauspieler. Alle anderen Rollen, insgesamt 28 an der Zahl, werden von Bleicherödern verkörpert, die zuvor noch nie vor eine Kamera gestanden haben, geschweige denn eine Ahnung davon haben, wie so ein Filmdreh funktioniert.

Das hier Laien, nicht ausgebildete Mimen, vor der Kamera stehen, sieht man dem finalen Film freilich an. Aber das ist gewollt und Bücking gibt seinen Laien-Darstellern viel Raum für ihr Spiel. Der Film erzählt nicht eine geradlinig aufgeschnürte Geschichte sondern nimmt sich immer wieder Zeit für kleine Momente, Vignetten die sich den vier Wänden, den Cafés, Geschäften und Hinterzimmern der Gemeinde abspielen. „In den ersten Tagen waren die Leute noch wesentlich gehemmter aber nach vier Wochen Dreh hatten sie jede Scheu verloren“, erzählt Bücking. Und auch das sieht man dem Film an. Die Bleicheröder Schauspieler haben alles gegeben und durften sich dafür gestern Abend zu Recht feiern lassen. „Ich bin jetzt wohl die Zicke von Bleicherode“, erzählt etwa Diana Kölling, mit einem Lächeln auf den Lippen. Im Alltag sitzt sie bei den Stadtwerken über Finanzen und Rechnungen, als „Mandy“ durfte sie sich als intrigante Hausfrau und Klatschtante austoben.

Das es ein Genuss war, Freunden, Bekannten, Verwandten und Mitbürgern auf der Leinwand zuzusehen, war dem Bleicheröder Publikum deutlich anzumerken. Rentnerin Gisela Kalensky gibt die rüde Familienmatriarchin Gertrude Krautwurst und erntet für ihre kurzen Auftritte viele Lacher. Die Teenager Joyce Schenk und Jessika Weiss spielen die Freundinnen Jenny und Kitty, Vanessa Lenk die betrogene Ehefrau Gitty, Kinderärztin Susanna Bednarzik die nur scheinbar saubere Lutzi, Gregor Mühlhaus den Bestatter Ernst und Andreas Schieke den erblindeten Schreiner Benno, um nur einige zu nennen.

Auch hinter der Kamera tummelten sich vor allem Bleicheröder. Kinochef Alf Schneider half Regisseur Bücking mit der Kameraarbeit, Ina Burghardt übernahm die Produktionsleitung, Christel Linsel die Maske, Judith Srocke das Szenenbild. Ricardo Meyer Licht und Ton, und, und, und.

„Das war der anstrengendste Film den ich je gemacht habe aber es hat auch sehr viel Spaß gemacht“, resümiert der Regisseur. Dafür das man mit minimalen Mitteln arbeiten musste, für die Beleuchtung etwa behalf man sich lediglich mit zwei Neonröhren, ist das Endprodukt visuell nicht von einer „großen“ Kinoproduktion zu unterscheiden. Bücking weiß vor allem die melancholischen wie die rustikalen Seiten der Stadt einzufangen und seinen Film atmosphärisch zu untermalen. Musikalisch blieb man der Region ebenso treu ohne das man sich verstecken müsste - den Soundtrack lieferte die Band „EMMA“. Dafür hakt es immer wieder etwas bei der Vertonung der Dialoge, dass soll hier nicht verschwiegen werden und in den letzten Minuten rast der Film ein wenig zu schnell seinem Ende entgegen, entlohnt dafür aber mit einigen der witzigsten und abstrusesten Szenen.

Dem zum Trotze bleibt festzuhalten das ein Projekt wie dieses herzlich wenig Kritik verdient hat. Die Finanzierung des außergewöhnlichen Unterfangens lief außerhalb des üblichen Systems der deutschen Filmförderung und ohne die Hilfe eines großen Verleihs oder Studios. Stattdessen konnte und musste man sich auf die Unterstützung einer langen Liste an Sponsoren und Helfern verlassen, die von der Thüringer Staatskanzlei bis hinab zum lokalen Bäcker reicht.


Regisseur Bücking, Hauptdarstellerin Marion Mitterhammer und der Bleicheröder Cast wurden am Abend mit einem ganz eigenen "Walk of Fame" vor dem Bleicheröder Kino geehrt

„Das ist eine Erfahrung, die sie nie vergessen werden, von der Sie noch ihren Kindern und Enkeln berichten werden“, sagt Marion Mitterhammer am Abend und dürfte damit wohl recht behalten. „Lotti“ darf mit Fug und Recht als Meilenstein gelten. Für die Bleicheröder, die etwas geschafft und geschaffen haben, was bis dato niemand auch nur versucht hat und für die deutsche Filmgeschichte, die ein Projekt dieser Art wohl noch nie gesehen hat.

Der „etwas andere Heimatfilm“ wird sich nicht nahtlos ins Raster der allgemeinen Sehgewohnheiten des breiten Publikums einpassen. Durch seine „etwas andere“ Entstehungsgeschichte hätte es „Lotti“ aber durchaus verdient, auch einem breiteren Publikum präsentiert zu werden, sei es auf einigen der großen Leinwände im Freistaat oder im Programm des Mitteldeutschen Rundfunks. Ob es dazu kommt, steht in den Sternen. Sicher ist aber, dass „Lotti“ bis zum 11. März im Filmtheater Bleicherode zu sehen sein wird, zwei mal am Tag, jeweils um 17 und 20 Uhr.
Angelo Glashagel
Große Filmpremiere in Bleicherode (Foto: Angelo Glashagel)
Große Filmpremiere in Bleicherode (Foto: Angelo Glashagel)
Große Filmpremiere in Bleicherode (Foto: Angelo Glashagel)
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Große Filmpremiere in Bleicherode (Foto: Angelo Glashagel)
Große Filmpremiere in Bleicherode (Foto: Angelo Glashagel)
Große Filmpremiere in Bleicherode (Foto: Angelo Glashagel)
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Große Filmpremiere in Bleicherode (Foto: Angelo Glashagel)
Große Filmpremiere in Bleicherode (Foto: Angelo Glashagel)
Große Filmpremiere in Bleicherode (Foto: Angelo Glashagel)
Große Filmpremiere in Bleicherode (Foto: Angelo Glashagel)
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Große Filmpremiere in Bleicherode (Foto: Angelo Glashagel)
Große Filmpremiere in Bleicherode (Foto: Angelo Glashagel)
Große Filmpremiere in Bleicherode (Foto: Angelo Glashagel)
Große Filmpremiere in Bleicherode (Foto: Angelo Glashagel)
Große Filmpremiere in Bleicherode (Foto: Angelo Glashagel)
Große Filmpremiere in Bleicherode (Foto: Angelo Glashagel)
Große Filmpremiere in Bleicherode (Foto: Angelo Glashagel)
Große Filmpremiere in Bleicherode (Foto: Angelo Glashagel)
Große Filmpremiere in Bleicherode (Foto: Angelo Glashagel)
Große Filmpremiere in Bleicherode (Foto: Angelo Glashagel)
Große Filmpremiere in Bleicherode (Foto: Angelo Glashagel)

 

Bleicherode.  Marion Mitterhammers und Hans-Günther Bückings beinahe nur mit Laien gedrehter Film wurde am Dienstag uraufgeführt und gebührend gefeiert.

Hans-Günther Bücking und Schauspielerin Marion Mitterhammer haben beinahe nur mit Laiendarstellern aus dem Südharz einen abendfüllenden Kinofilm gedreht. Am Dienstagabend feierte „Lotti oder Bleicherode, der etwas andere Heimatfilm“ in der Kalistadt nun lang ersehnte Weltpremiere.

Hans-Günther Bücking und Schauspielerin Marion Mitterhammer haben beinahe nur mit Laiendarstellern aus dem Südharz einen abendfüllenden Kinofilm gedreht. Am Dienstagabend feierte „Lotti oder Bleicherode, der etwas andere Heimatfilm“ in der Kalistadt nun lang ersehnte Weltpremiere.

Foto: Peter Cott

 

Als vor genau einem Jahr die Klappe für ein außergewöhnliches Kinoprojekt auf dem jüdischen Friedhof in Bleicherode fiel, ahnte niemand, was entstehen würde. Am Dienstag durften dann rund 200 Besucher im Filmpalast das Ergebnis hautnah erleben. Die Welturaufführung des einmaligen Werkes „Lotti oder Bleicherode, der etwas andere Heimatfilm“, vereinte noch einmal das gesamte Team vor der Leinwand. Dem Moment hatte wohl die ganze Kalistadt entgegengefiebert.

 

Bleicherode.  200 Gäste wollten am Dienstagabend „Lotti oder Bleicherode, der etwas andere Heimatfilm“ sehen.

Zu den Gästen der Weltpremiere zählten Landtagspräsidentin Birgit Keller und Bleicherodes Bürgermeister Frank Rostek.

Zu den Gästen der Weltpremiere zählten Landtagspräsidentin Birgit Keller und Bleicherodes Bürgermeister Frank Rostek.

Foto: Peter Cott

 

Darauf hat Bleicherode rund ein Jahr gewartet: Am Dienstagabend durften rund 200 filmbegeisterte Kalistädter und ihre Gäste die Weltpremiere von „Lotti oder Bleicherode, der etwas andere Heimatfilm“ im Kino der Stadt sehen. Der einst für den Golden-Globe nominierte Regisseur Hans-Günther Bücking hatte ihn mit seiner Frau Marion Mitterhammer mit Südharzer Laiendarstellern gedreht. Zu den Gästen der Weltpremiere zählten Landtagspräsidentin Birgit Keller und Bleicherodes Bürgermeister Frank Rostek (CDU).

 

nnz-Ergebnisdienst: Handball


Keine Überraschungen beim NSV

 

In Auswertung des Spieltages gab es bei den Handballern keine Überraschungen. Die Männer verloren beim Tabellendritten. Der Nachwuchs setzte sich deutlich durch. Einzig die B Jugend konnte den Favoriten nicht bezwingen. Dennoch ein erfolgreiches Wochenende, dass mit einem Spiel der Altmeister am Samstag in der Wiedigsburghalle einen Höhepunkt hatte...


Es waren die Wendejahre, wo auch der Handball neue Freundschaften schloss. So klopfte Anfang der 90ziger Jahre ein Team aus Düsseldorf an die Tür des NSV. Schnell gab es Kontakte und Treffen beider Teams. Da die Spieler von damals etwas in die Jahre gekommen sind haben sie sich noch einmal zu einem Spiel der „Altmeister“ getroffen.

Eine Gaudi die auch die Spielerfrauen nicht auf den Bänken hielt. Der Spaß und das Sauerstoffzelt standen im Vordergrund, das Ergebnis zweitranig. Nach der Partie gab es viel bei einem kühlen Bier zu bereden.

 

Thüringer HC gegen DHK Banik Most


Die Kür - THC gegen Banik Most

 

Mit dem DHK Banik Most kommt heute eine Mannschaft in die Wiedisgburghalle die man hier gut kennt. Sportlich hat der tscheschiche Meister im EHF-Cup nichts mehr zu gewinnen, für die Gastgeber vom THC ist der Einzug in die K.O.-Runde hingegen sicher. Auf den "Lorbeeren" will man sich heute aber nicht ausruhen...



60. Minute Und vorbei. Die Gäste auch Tschechien gaben trotz des deutlichen Rückstands auch in Hälfte zweie nie auf, konnten ihre Stärken, vor allem die schnellen Konter, sogar besser ausspielen, stellten aber auch ihre Schwächen nicht ab. Ein ums andere mal gingen Bälle verloren. Der Thüringer HC hatte entsprechend leichtes Spiel. War es ein spannendes Spiel? Mitnichten. Dafür gab es Tore satt und ein solches Endergebniss sieht man in der Wiedigsburg schließlich auch nicht alle Tage. Der Thüringer HC ist damit Tabellenerster. Die Mädels werden damit Anfang März wieder in Nordhausen aufspielen. Wir verabschieden uns bis dahin und wünschen einen schönen Sonntag.

60. Minute Die letzte Minute läuft, der THC macht weiter gemächlich Druck, Mässing mit dem 40. Treffer

59. Minute Schmelzer mit viel Einsatz, 39:24

58. Minute Kasten leer, Ball drin - diesmal hat Ina Großmann werfen können, 38:24

58. Minute Alicia Stolle, Treffer No. 37

56. Minute Lopes trifft zum 36:24

55. Minute Banik Most gibt sich nicht auf, schmeißt alles nach vorne, dafür steht der Kasten leer, Bölk braucht nur zu werfen, 35:24

54. Minute Der Abstand ist wieder hergestellt, 34:24

53. Minute Ihr Gegenpart hat noch weniger zu lachen, der THC führt inzwischen mit 34:23

52. Minute Ansonsten ist Krause heute nicht vom Glück verfolgt, seit die THC-Veteranin im Tor steht hat es Banik Most etwas leichter, 33:22

52. Minute Tor durch Krause aus dem eigenen Kreis heraus in den gegnerischen Kasten - 33:21

51. Minute Bölk legt wieder nach, 32:21

50. Minute Banik Most gleicht das wieder aus, 31:21

49. Minute Tor Nummer 31, Alicia Stolle

49. Minute Es bleibt beim Abstand von zehn Punkten, 30:20

48. Minute Zeitstrafe für Banik Most, 7-Meter für den THC, Bölk trifft, 30:19

48. Minute Ina Großmann mit einem schönen Aufsetzer, 29:19

45. Minute Krause rettet der Pfosten, der Pass kommt schnell und geht weit, Sazdovska ist dran und etwas schneller als die tschechische Keeperin der der Ball durch die Finger rutscht, kurz darauf treffen auch die Gäste, 28:19

44. Minute 7-Meter für den THC, Scheffknecht führt aus - Latte!

43. Minute Der Thüringer HC hält den komfortablen Vorsprung, 27:17

40. Minute Es fällt ein Tor nach dem anderen, den letzten Treffer verwandelt Bölk, 25:15

.37 Minute Der THC lässt es jetzt deutlich ruhiger angehen, Jakubisova muss zwei Minuten auf die Bank, der Stand jetzt - 21:13

34. Minute Auch der nächste Gegenstoß gelingt, 20:11

33. Minute Noch ein Treffer für Banik Most, 20:10

33. Minute Die Gäste treffen zum 20:9

31. Minute Und es geht weiter, der THC fängt da an wo er aufgehört hat, Mikaela Mässing trifft zum 19:8, Meike Schmelzer erhöht auf 20:8

30. Minute: Halbzeitstand: 18:8. Mit einem Vorsprung von zehn Treffern muss sich heute kein THC-Fan um sein Nervenkostüm sorgen, die Gastgeber dominieren die Partie deutlich. Da kann eigentlich nicht mehr viel anbrennen

30. Minute: Fehler von Lopes, Gegenstoß für Banik aber auch die patzen vor dem Kreis, Scheffknecht kommt an den Ball und kann alleine durchgehen, scheitert dieses mal aber knapp an der tschechischen Keeperin

29. Minute: Fehler in der THC Abwehr, Chance für die Gäste, 18:8

29. Minute: Und wieder Stolle, 18:7

28. Minute: Alicia Stolle wirft und trifft, 17:7

27. Minute: Lopes vergreift sich bei der Passannahme, vom Gegner ist aber weit und breit nichts zu sehen und sie kann ihren Fehler wieder gutmachen, Banik Most trifft ebenfalls, 16:7

26. Minute: Alles kann die THC-Keeperin aber auch nicht halten - 15:6

25. Minute: Giegerich zum ersten, zum zweiten und zum dritten - Banik Most kommt an ihr heute einfach nicht vorbei

24. Minute: Lopes trifft für den THC zum 15:5

23. Minute: Banik Most versucht es mit einem weiten Wurf aus der eigenen Hälfte auf das leere THC-Tor doch Giegerich sprintet und kommt gerade noch rechtzeitig, schöne Abwehr auch wenns knapp war

22. Minute: Strafwurf für die Gäste - und Giegerich hält!

21. Minute: 7-Meter, Scheffknecht führt aus und trifft souverän zum 14:5

21. Minute: Nochmal Scheffknecht, wieder patzt die tscheschiche Torfrau, der Ball geht durch die Beine, 13:5

20. Minute: Scheffknecht wirft, der tschechischen Keeprin tanzt der Ball noch auf den Fingern, rutscht aber schließlich doch ins Netz, Banik Most revanchiert sich mit einem Treffer, 12:5

18. Minute: Noch ein Gegenstoß, wieder kommt Jakubisova knapp an den weiten Pass von Giegerich dran und dreht den Ball im fallen in die Ecke, Netz, Treffer, Tor und 11:4

17. Minute: Noch ein Treffer für Banik Most - 10:4

16. Minute: Der nächste Ball der Gäste geht durch, da konnte Giegerich nicht viel machen, 10:3

16. Minute: Meike Schmelzer trifft zum 10:2

15. Minute: Noch ein schneller Gegenstoß, diesmal steht Jakubisova bereit - 9:2. Banik Most beißt sich weiter an Giegerich die Zähne aus

14. Minute: Ein Tempogegenstoß wie aus dem Bilderbuch - Meike Schmelzer bekommt den Ball kurz vor dem Kreis, hebt ab und 8:2

13. Minute: Der THC erhöht auf 7:2

13. Minute: Der THC hält die Reihen kompakter. Und man hat die größeren Spielerinnen - Banik Most scheitert zum wiederholten Male am Block der Thüringer Verteidigerinnen, Giegerich hat es danach leicht

12. Minute: Die Tscheninnen lassen dem Angriff viel Platz, verteilen sich weit um ihren Kreis und wieder kann Emily Bölk ohne Probleme durchbrechen, 6:2

11. Minute: Banik Most kommt etwas näher, 5:2

10. Minute: Scheffknecht tunnelt, knapp aber drin 5:1

10. Minute: Bölk hat viel Platz vor dem Kreis der Gäste, 4:1

8. Minute: Und immer wieder Giegerich, Banik Most findet kein Mittel gegen die THC-Keeperin, der nächste Versuch scheitert am Block der Abwehr

7. Minute: Die Damen aus Tschechien spielen mit viel Einsatz, genutzt hat es bisher nicht, wieder ist Giegerich im Weg. Jovana Sazdovka findet die Lücke auf der linken Seite, steigt hoch und bringt den THC mit einem kraftvollen Wurf weiter nach vorn, 3:1

5. Minute: Weiter Banik Most, wieder scheitern die Gäste an Giegerich, Bölk versucht auf der Gegenseite mit Gewalt aber Banik's Keeperin ist auf Zack, auch Scheffknecht scheitert, Rodriguez schafft es schließlich über den rechten Kreis, 2:1

4. Minute: Der THC scheitert an der Latte, die Gäste nutzen ihren Gegenstoß nicht, Fehlpass in die Mitte

3. Minute: Banik Most versucht es nochmal mit dem gleichen Trick, daraus wird nichts, den folgenden direkten Wurf kann Giegerich abwehren

2. Minute: Emily Bölk schafft den Ausgleich, 1:1

1. Minute: Den ersten Ball haben die Gäste, vor dem Kreis tun sich die Tschechinnen schwer, schließlich schaffen sie es aber den Ball flach durch die Verteidigung zu bringen, 0:1

1. Minute: Und das letzte Spiel in der Gruppenphase des EHF-Cup hat begonnen


13.55 Uhr
Die Thüringerinnen haben aber die Freiheit heute ein wenig experimenteller aufzuspielen und auch den weniger erfahrenen Spielerinnen mehr Zeit auf dem Feld zu geben

13.53 Uhr
Auch wenn am Ausgang der Partie nicht das Schicksal im EHF-Cup hängt sei das Ziel auch heute zwei Punkte zu holen, sagte THC-Trainer Herbert Müller im Vorfeld.

 

ROCKTHEATER IM HARZ

 

Ein neuer Faust für den Brocken

Im Herbst des vergangenen Jahres endete mit der letzten Vorführung von „Faust – Die Rockoper auf dem Brocken“ eine Ära in der Veranstaltungsgeschichte der Harzer Schmalspurbahnen. Im kommenden Frühjahr wird man den Literaturklassiker „Faust“ nun in Form eines neuen Stücks auf dem Brocken musikalisch wiederauferstehen lassen... 

Offizieller Start für „Faust auf dem Brocken – Rocktheater nach Goethe“ ist am 30. April. Tickets hierfür sowie für elf weitere Aufführungen in diesem Jahr sind ab sofort bei der HSB erhältlich. 
„Goethe“, „Faust“, der „Brocken“ und die „Brockenbahn“: Diese vier Themen gehören für die HSB einfach zusammen. Und so führte das kommunale Bahnunternehmen diesen Vierklang mit „Faust – Die Rockoper auf dem Brocken“ bereits seit 2006 auf. Im vergangenen November fiel dann nach dreizehn erfolgreichen Jahren mit insgesamt 387 Aufführungen und rund 90.000 Zuschauern der letzte Vorhang. 

Gemeinsam mit der produzierenden Rocco Pera GmbH und dem Brockenwirt wird es im kommenden Frühjahr mit Unterstützung durch Radio SAW nun ein komplett neues Stück geben: „Faust auf dem Brocken – Rocktheater nach Goethe“ (Lizenz: „FAUST ́n ́Roll – Rocktheater nach Goethe“). Und das mit einer von Jimmy Gee, Martin Constantin und Norbert Schultz völlig neu komponierten und von der Jimmy Gee Band gespielten Musik, welche die Zuschauer mit rockig bis sanften Klängen durch die bunte Show begleiten wird. Neu ist auch das aus der Feder von Hartmut Hecht und Michael Manthey stammende Libretto. 


Die Hauptdarsteller von „Faust auf dem Brocken – Rocktheater nach Goethe“: (v.l.n.r.): Jessica Fendler („Mephista“), Christian Venzke („Dr. Faust“/Regie/Choreografie), Annika Bollmann („Gretchen“) und Martin Constantin („Goethe“) Foto: HSB/Dirk Bahnsen

Die Regie führt der bereits aus den Vorjahren bekannte Christian Venzke, der auch für die Choreografie verantwortlich zeichnet und als Schauspieler wieder in seiner Stammrolle „Dr. Faust“ auftreten wird. Geblieben ist dagegen das bewährte Erfolgsrezept des Gesamtevents aus Goethes originalen Texten, der An- und Abreise im dampfenden „Mephisto-Express“ mit Hexen und Teufeln an Bord sowie dem teuflischen „Mephisto-Mahl“ in der Brockenherberge. 

In das neue Stück haben die langjährigen Partner HSB, Brockenwirt und Michael Manthey mit ihren Teams nicht nur viel Herzblut, sondern auch ihre umfassenden Erfahrungen der erfolgreichen Vorjahre mit einfließen lassen. 

Die Welturaufführung wird nun am 30. April in der Walpurgisnacht auf dem Brocken, dem originalen Schauplatz der Handlung in Goethes Klassiker der Weltliteratur mit neuen und vertrauten Schauspielern stattfinden. Die Zuschauer erwartet eine mitreißende Aufführung mit einigen Überraschungen. So ist die Rolle des „Mephisto“ erstmalig als weibliche und theatralisch-rockige „Mephista" besetzt, die sich noch im Laufe des Spiels in einen „menschlichen Frauen-Teufel“ verwandelt und schließlich zu einer Mischung von beidem wird. Auch „Goethe“ selbst wird in Erscheinung treten und eine Wandlung vom Künstler und Kommentator bis hin zu Gott sowie einer Hexe durchlaufen. Es bleibt bis zuletzt spannend, wenn im Finale sogar ein kleiner Fingerzeig zu „Faust – Der Tragödie zweiter Teil“ geschlagen wird. 

Informationen zu „Faust auf dem Brocken – Rocktheater nach Goethe“ sowie Tickets für die Welturaufführung am 30. April und die Aufführungen am 1./2. Mai, 30./31. Oktober, 1./6./7./8./13./14. und 15. November sind ab sofort im Internet unter www.hsb-wr.de, telefonisch unter 03943/558-0 sowie in den Verkaufsbüros der HSB erhältlich. Die Preise für den Besuch des Gesamtevents inklusive der An – und Abreise im „Mephisto-Express“ und dem „Mephisto-Mahl“ auf dem Brocken betragen 95,66 Euro für die Preisgruppe drei, 97,66 Euro für die Preisgruppe zwei und 99,66 Euro für die Preisgruppe eins.
THC verteidigtGruppenführung im EHF-Cup


Viertelfinale gebucht

 


In einer temporeichen und bis zur letzten Sekunde spannenden Partie bezwang der Thüringer HC den DVSC Schaeffler aus Debrecen (HUN) mit 26:23 (15:13). Die Gäste machten von Beginn an Druck auf die Abwehrreihe des Gastgebers...

Der THC wehrte sich in der ersten Spielhälfte erfolgreich und ging mit einer Zweitoreführung in die Halbzeit. In der 2. Spielhälfte erkämpfte sich der Gast die Führung, konnte diese in den letzten Minuten gegen den deutschen Vizemeister jedoch nicht verteidigen.
Beste Werferin auf Thüringer Seite war Beate Scheffknecht mit neun Treffern, bei den Gästen war Anita Bulath mit sieben Toren erfolgreich.

Nach dem überraschend deutlichen Sieg in Ungarn, wollte der THC heute an diese Leistung anknüpfen und den Einzug ins Viertelfinale des EHF-Cup fix zu machen. Mikaela Mässing stand wieder im Aufgebot, dafür fehlte Lydia Jakubisova wegen einer Erkältung.
Schon im ersten Angriff bekam der THC einen Strafwurf zugesprochen, den Beate Scheffknecht sicher zum 1:0 verwandelte. Die Gäste aus Ungarn konterten jedoch mit ihrem schnellen Umschaltspiel. Nach technischen Fehlern bei den Thüringerinnen ging Debrecen mit 1:2 in Führung. Emily Bölk netzte nach einem schönen Wurf aus dem Rückraum in der achten Minute zum Ausgleich ein (4:4). Die Gäste legten wieder vor und lagen in der 11. Minute mit 9:6 in Führung. Man merkte, die Niederlage aus dem Heimspiel schmerzte und man war daran interessiert, die Punkte aus Nordhausen zu entführen. Die Thüringerinnen vergaben im Angriff zu viele klare Chancen und agierten bis zur Mitte der 1 Halbzeit zu passiv in der Abwehr.

In der 15. Spielminute erzielte Almudena Rodriguez mit einer schönen Eins-gegen-Eins-Aktion den Ausgleich zum 9:9. Nach 17 Minuten zog DVSC-Trainer Vilmos Köstner beim Stand von 10:10 die Grüne Karte und zeigte sich mit der Abwehrarbeit seiner Mannschaft unzufrieden. In der 20. Minuten übernahm der Thüringer HC erstmals wieder mit 12:11 die Führung, Beate Scheffknecht war von der Strafwurflinie erfolgreich. Die Gäste aus Debrecen erhielten in der 22. Minute die erste Zeitstrafe im Spiel. Jetzt nahm Herbert Müller seine erste Auszeit, um über das Spiel in Überzahl zu sprechen. Zwei Minute vor dem Halbzeitpfiff erzielte Beate Scheffknecht mit ihrem sechsten Treffer den ersten Dreitorevorsprung zum 15:12. In die Kabinen ging es mit einem 15:13 für den Thüringer HC, für den sich alles nach Plan zu entwickeln schien.

Die Thüringerinnen kamen hellwach aus der Kabine und wehrten die ersten Angriffe der Gäste aus Debrecen erfolgreich ab. Die Ungarinnen standen jetzt sicherer in der Abwehr, im Angriff sie weiter das Tempo hoch. Nach fünf Minuten zeigte die Anzeigetafel ein 16:15. Beate Scheffknecht scheiterte mit ihrem dritten Strafwurf am Pfosten, bekam sofort den nächsten Siebenmeter zuerkannt, da sie beim Nachwurf gefoult wurde. Jetzt trat Mariana Lopez an die Strafwurflinie und netzte diesen souverän zum 17:15 ein. Nach einer Zeitstrafe gegen Jovana Sazdovska, verwandelte Anita Bulath ihren Strafwurf sicher zum 18:17 und hielt die Gäste auf Schlagdistanz. Nachdem die Gäste in der 43. Minute den Ausgleich zum 19:19 durch Szabina Karnik erzielte, nahm Herbert Müller sein zweites Team Timeout. Die Thüringerinnen taten sich in dieser Phase schwer im Angriff und drei Pfostentreffer in Folge nutzen die Gäste, um ihrerseits in Führung zu gehen - 19:20. Nach einer erneuten Auszeit durch Gästecoach Vilmos Köstner, ging es mit einem 21:21 in die letzten zehn Minuten.Anita Bulath mit ihrem Strafwurf acht Minuten vor dem Ende erfolgreich und brachte die Gäste mit zwei Toren in Führung. Trainer Herbert Müller nahm eine Auszeit, um an die Mannschaft zu appellieren, Ruhe ins Spiel zu bringen. In dieser Phase wurde zu viel verworfen und durch technische Fehler zu viele einfache Ballverluste verursacht. Das brachte zunächst nicht den gewünschten Erfolg und die Thüringerinnen taten sich weiter schwer. Erst Emily Bölk war in der 55. Minute wieder erfolgreich und hämmerte den Ball aus dem Rückraum unhaltbar ins Tor von Agnes Triffa (22:23). Das Team war geweckt und Beate Scheffknecht nutzte diesen Weckruf und glich drei Minuten vor der Schlusssirene zum 23:23 aus. Ann-Cathrin Giegerich knüpfte an ihre hervorragenden Leistungen aus den letzten Spielen an und glänzte mit starken Paraden im Tor. Ihre Vorderleute dankten es ihr mit verbesserter Abwehr und zwei Treffern in Folge zum 25:23 in der letzten Spielminute. Mariana Lopes setzte den Schlusspunkt und machte sechs Sekunden vor Abpfiff mit dem 26. Treffer der Gastgeberinnen den Einzug ins Viertelfinale des EHF-Cup fest.

Stimmen zum Spiel:
Vilmos Köstner (Trainer DVSC Schaeffler):
Gratulation zum Sieg an Thüringen. Wir sind letztendlich an unseren eigenen Fehler gescheitert. Wir haben aber ein sehr gutes Spiel gesehen und ich hatte meine Mannschaft eigentlich nach der Niederlage der Vorwoche optimal vorbereitet. Beide Mannschaften hätten heute gewinnen können aber am Ende hatte Thüringen das Glück wieder auf seiner Seite.

Herbert Müller (Thüringer HC): Beide Mannschaften haben heute ein Spiel auf Champions League Niveau gezeigt. Es war ein hohes Tempo und Debrecen hat in den ersten 30 Minuten eine super Abwehr gestellt. Erst in der letzten Viertelstunde waren wir dann druckvoller und ließen in den letzten acht Minuten kein Tor mehr zu. Somit haben wir dann doch verdient gewonnen.

Thüringer HC: Jana Krause, Ann-Cathrin Giegerich; Mariana Ferreira Lopes 4/2, Beate Scheffknecht 9/1, Alexandra Mazzucco 3, Almudena Rodríguez Rodriguez 1, Jovana Sazdovska 2, Meike Schmelzer 1, Alicia Stolle, Emily Bölk 6, Ina Großmann, Mia Biltoft, Mikaela Mässing.

DVSC Schaeffler (HUN): Agnes Triffa, Dora Szabo, Viktoria Oguntoye; Nora Varsanyi, Luca Laura Poczetnyik, Petra Tovizi, Panna Vamosi, Eva Vantara Kelemen 1, Reka Bordas, Anita Bulath 7/4, Elke Josseline Karsten 4, Anna Kovacs 4, Panna Szabo, Panna Borgyos 2, Rebeka Arany 3, Szabina Karnik 2.

Zuschauer: 1500.

Schiedsrichter: Tomas Barysas/Povilas Petrusis (LTU).

 

Ball-"Geflüster" (Teil 2)

 

Über 500 Gäste feierten bis in den frühen Morgen im Mercedes-Autohaus Peter den diesjährigen Ärzte- und Apothekerball. Natürlich haben wir auch von dieser 24. Ausgabe des Events die schönsten Bilder für Sie ausgewählt...
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)
24. Ärzte- Apothekerball (Foto: H. Fischer/AHP)

 

BSG ALTSTADT 05
Boxjugend am Olympiastützpunkt

 

Am Wochenende waren die jungen Boxer der BSG Altstadt 05 Boxen zu Gast am Olympiastützpunkt Frankfurt/Oder. Insgesamt reisten fünf Faustkämpfer mit Ihren zwei Trainern aus dem Südharz. in Frankfurt/Oder an... 

Weitere Vereine aus Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg füllten die Sporthalle. Am Olympiastützpunkt wurden weitere Vorbereitungen für die kommende Saison getroffen. 


Die mitgereisten Sportler sowie auch das Trainerteam konnten mit den anderen angereisten Vereinen gemeinsam trainieren und Fertigkeiten austauschen. Für alle Beteiligten ist es ein interessanter Austausch gewesen.

Die angesetzten Trainingseinheiten waren sowohl anspruchsvoll als auch spielerisch gestaltet. So kam nichts zu kurz und die Sportler konnten ihre Fähigkeiten in Koordination und Ausdauer verbessern.
Wir bedanken uns für die Organisation bei den Freunden vom OSP Frankfurt/Oder und kommen gern wieder.
BSG Altstadt 05
AUSSCHUSS „SCHULEN, KULTUR UND SPORT“

 

 

Premiere im Kreissportbund

Zur ersten Kreisausschusssitzung 2020 im Bereich Schule, Kultur und Sport trafen sich die Mitglieder in der Geschäftsstelle des Kreissportbund Nordhausen...



Nach der Eröffnung durch die Ausschussvorsitzende Carola Böck begrüßte der stellvertretende Ausschussvorsitzende Patrick Börsch, an diesem Tag auch als Gastgeber im neuen Amt des Vereinsberaters bzw. Geschäftsstellenleiters des Kreissportbund Nordhausen, alle anwesenden Mitglieder und Gäste.

Im öffentlichen Teil der Sitzung wurde durch den Sportjugendkoordinator Silvio Beer der Kreissportbund als Dachverband und die damit verbundenen wichtigsten Handlungsfelder des Kreissportbund Nordhausen vorgestellt. Einen großen Stellenwert nimmt hier die sportliche und außersportliche Bildungsarbeit des Kreissportbund sowie der Sportjugend ein. So konnten allein durch die Sportjugend im zurückliegendem Jahr 183 Menschen aller Altersklassen unter anderem in den sportlichen Grundlagen, zum Sporthelfer und in der Übungsleiter C Lizenz ausgebildet werden. 

166 Interessierte wurden im Bereich der Jugendbildung fortgebildet und konnten auf diesem Weg neue Erkenntnisse in der außersportlichen und sportlichen Bildung erlangen. Des Weiteren absolvierten 293 ehrenamtliche und freiwillige Mitarbeiter aus den Sportvereinen der Gebietskörperschaft Bildungsmaßnahmen des KSB Nordhausen. Das Hauptaugenmerk lag hier auf der Datenschutzgrundverordnung, Finanzen und Buchhaltung, Gewinnung von Vereinsmitarbeitern sowie dem neuen Bestandserhebungs- und Vereinsförderungsprogramm „Unser-Sportverein.net".

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Förderung der Jugendarbeit sowie der Vereinsförderung. Neben dem fachlichen Know-how spielt die finanzielle Vereinsförderung eine erhebliche Rolle. So bezuschusste die Sportjugend Nordhausen die Jugendarbeit sowie die Jugendverbände der Sportvereine mit Jugendgruppen in Höhe von 20.300,- €. Diesen Ausgaben stehen aktuell 12.600,- € Einnahmen durch Landeszuschüsse und Projektmitteln des Landratsamt Nordhausen gegenüber. Die Differenz von 7.700,- € wird zum Teil durch die Angebote der Sportjugend erwirtschaftet oder durch Partner des Sports getragen. Alle zur Verfügung stehenden Mittel werden hier im Rahmen von materieller und finanzieller Unterstützung 1 zu 1 durchgereicht, um die Jugendgruppen der Sportvereine und der jeweiligen Kommune zu entlasten.

Im Bereich des freiwilligen Engagements und des Ehrenamtes werden die Sportvereine des Landkreises durch finanzielle Zuschüsse des Landratsamts gefördert. So konnten im zurückliegenden Jahr über einen Antrag beim KSB die Bezuschussung von Übungsleitern und Trainern beantragt werden. 84 Sportvereine der Gebietskörperschaft nutzten die Antragsmöglichkeit. Somit konnten in Summe 10.000,- € an die Sportvereine 1 zu 1 weitergereicht werden. Auch die Stadt Nordhausen unterstützt ihre Vereine in gleicher Höhe mit dieser Bezuschussung für Übungsleiter und Trainer im Ehrenamt. 

Dem gegenüber steht die Werterhaltung und damit verbundene Wertschöpfung an kommunalen und vereinseigenen Sportstätten. Hier beläuft sich die Wertschöpfung im gesamten Landkreis Nordhausen auf 164.152,- €, welche in 29 Sportvereinen durch rund 2.500 Vereinsmitglieder in knapp 22.000 Arbeitsstunden erbracht wurde.

Nach einer kurzweiligen halben Stunde beendete Silvio Beer seine Ausführung und der Ausschuss ging in den nicht öffentlichen Teil über.

Der Kreissportbund Nordhausen und seine Sportjugend bedanken sich insbesondere bei den Sportvereinen für ihr selbstloses Engagement, den vielen Ehrenamtlichen in den Vereinen, der Stadt Nordhausen sowie dem Landkreis für ihre Unterstützung und den Partner des Sports in der Region.
BEGEGNUNGSSTÄTTE BLEIBT BESTEHEN

 

 

Gemeinschaft schafft Lebenswert

Was macht Lebensqualität im Alter aus? Vor allem: Gemeinschaft, meint man in Bleicherode. Im alten „AWG-Viertel“ wurde diese Idee über Jahre hinweg gelebt. Nur haben sich die Ansprechpartner von einst inzwischen aus dem ländlichen Raum zurückgezogen während die Bleicheröder Welt mit vielen neuen Mitgliedern auf dem Land deutlich gewachsen ist. Den Sinn für Gemeinschaft will man im neuen Gebilde nicht verloren geben und sucht nun mit engagierten Partnern nach neuen Wegen des Zusammenlebens…


Bleicherode hat als Stadt seinen ganz eigenen Charakter. Groß genug, um als Magnet auf das Umland auszustrahlen, aber dabei gerade noch klein genug, um der allgemeinen Anonymität städtischen Lebens zu entgehen. Anders ausgedrückt: man kennt seine Stadt und ihre Menschen und weiß mit wem man reden kann, wenn es Probleme gibt. 

Ein solches tat sich Mitte der vergangenen Jahres auf. Die Ortsgruppe der Volksolidarität, die seit den 1990er Jahren (mit Unterbrechungen) im „AWG-Viertel“ in der Löwentorstraße einen festen Anlaufpunkt für Hilfesuchende etabliert hatte, löste sich im Sommer auf. Die regionale Vertretung war im Erfurter Landesverband aufgegangen und der entschied, sich aus dem ländlichen Raum zurückzuziehen.

Damit stand auch das „Quartierskonzept“ auf der Kippe, das die „Hausdame“ des AWG-Viertels Elke Laub zusammen mit dem Seniorenvertreter René Fiedler und der Wohnungsbaugenossenschaft Südharz (WBG) ins Leben gerufen hatte, auf der Kippe. Die WBG hatte als Nachfolger der „Arbeiter-Wohngenossenschaft“ (AWG) zwischen 2015 und 2017 rund 3,7 Millionen Euro aus der eigenen Tasche in das Areal investiert, alte Gebäude abgerissen und den „Bleichpark“ geschaffen. Das „Seniorenwohnen Am Löwentor“ sollte nicht nur altersgerechten Wohnraum in der Stadtmitte bieten, sondern in Zusammenarbeit mit der Volkssolidarität auch Angebote zur Alltags-Unterstützung bieten um den Menschen den Verbleib in den eigenen vier Wänden auch im hohen Alter zu ermöglichen. Dazu gehörten soziale Dienstleistungen aber auch Tanz- und Bewegungsgruppen, Informationsveranstaltungen oder das gesellige Zusammensein bei Kaffee und Kuchen. 

Mit „soweno“, der Altenpflegesparte des Jugendsozialwerks, konnte man in relativ kurzer Zeit einen neuen Partner finden, der das Projekt nicht nur fortführen sondern ausbauen will. „Wir sind einfach näher dran, die handelnden Personen sind Bleicheröder, da sieht man die Notwendigkeit vor Ort viel deutlicher“, sagte heute Andreas Weigel. Der Geschäftsführer des Jugendsozialwerks ist selber engagierter Bleicheröder und hat seine ersten beruflichen Schritte genau hier getan, im AWG-Viertel. Einer den man kennt in Bleicherode. 

Angesichts der demographischen Entwicklung werde man nicht umhinkommen sich sehr viel früher mit dem Leben im Alter zu befassen, als das bisher der Fall ist, erklärte Weigel, die Entscheidung in ein Seniorenheim zu ziehen sollte erst dann fallen, wenn es in den eigenen vier Wänden gar nicht mehr gehe. Um das zu erreichen müsse man Unterstützungsketten aufbauen, die weit vor der ambulanten Pflege ansetzen und den Seniorinnen und Senioren ein sich selbst unterstützendes Wohn- und Lebensumfeld bieten können. 

René Fiedler drückt es etwas einfacher aus: „die Gemeinschaft gewinnt im Alter enorm an Bedeutung, mehr als man sich das als Außenstehender vorstellen kann und hat direkten Einfluss auf die Gesundheit. Wir wollen Gemeinschaft organisieren und dafür sorgen, das dass Leben lebenswert bleibt“. 

Bisher konzentrierte man sich dabei vor allem auf die älteren Mitbürger der Stadt Bleicherode. Mit der Schaffung der Landgemeinde sieht man im AWG-Viertel nun auch die Notwendigkeit aus dem Quartier hinauszugehen. Man wolle ein Anlaufpunkt für alle Seniorinnen und Senioren der Gemeinde sein, unterstrich Fiedler, nicht nur für die Bewohner der „AWG“. 


Den nötigen Rückenwind aus der Politik hat man, sowohl die Gemeinde wie auch der Landkreis haben sich zu dem Projekt bekannt. Die nötigen Finanzmittel in Höhe von rund 50.000 Euro kommen aus dem Landesprogramm „Zusammenleben der Generationen“. Die WBG unterstützt das Vorhaben in Person von Sozialarbeiterin Anette Jahns als Ansprechpartnerin sowie mit diversen Veranstaltungen. „Dennoch wird das eine Herausforderung. Ohne die Hilfe der Seniorenvertreter und viel ehrenamtlichem Engagement wird man die Versorgunglsage kaum abfangen können“, sagt Fiedler, der selber im Seniorenbeirat sitzt. Wenn man den Schwierigkeiten des ländlichen Raums begegnen wolle, brauche man neue Ideen und dafür müsse man „das Ohr an der Masse“ haben, „das wichtigste ist, dass die Senioren Gehör finden“. Um Probleme wahrzunehmen und anzugehen brauche es eine enge Zusammenarbeit von Senioren, Seniorenvertretung, der Politik und Partnern wie der WBG oder dem Jugendsozialwerk, so Fiedler weiter, "das ist nicht nur so herbeigeredet, das ist hier tägliches sein". 

Die eine ganz große Hürde dürfte die Geographie sein. Mit der Landgemeinde hat man ein großes Aufgabengebiet abzudecken. An den Problemen im ÖPNV arbeite man, erklärte Fiedler, denkbar sei auch das Frau Elke Laub die Gemeinden selber besucht. Das Fiedler und Laub als handelnde Personen erhalten bleiben sei ein großer Vorteil, meinte Andreas Weigel, diese Arbeit lebe am Ende gerade auf dem Land von Personen, Gesichtern und Vertrauen. Man kennt sich eben. Oder wird sich kennen lernen. Die Erfahrung hat man in Bleicherode und muss sie nun auf die Landgemeinde übertragen.
Angelo Glashagel
AUS DEM JUGENDHILFEAUSSCHUSS
Mobile Familienberatung wird ausgebaut

 

 

Zum ersten Treffen im neuen Jahr hatte der Jugendhilfeausschuss heute in den Kindergarten „Gartenkinder“ in Bleicherode geladen. Auf dem Programm standen Jugendhilfe, Haushalt und der Ausbau der mobilen Ehe- und Familienberatung…


Das erste Wort des Tages hatte Alexandra Ahrens, die Leiterin des dritten Bleicheröder Kindergartens. Die Einrichtung mit 72 Plätzen wurde im März 2018 eröffnet und ist inzwischen voll belegt. Im Haus läuft einiges anders als in einem „normalen“ Kindergarten, statt Gruppenräumen gibt es „Funktionsräume“ vom „Nest“ für die kleinsten Kinder über den „Rollenspielraum“ bis zum „Atelier“, dem Bau- und Forscherraum und der „Piazza“. Letztere dient als Raum für Sport, Bewegung und Musik aber auch als Treffpunkt für Eltern und Erzieher.

Hier kam am Nachmittag auch der Jugendhilfeausschuss zu seiner ersten Sitzung im neuen Jahr zusammen. Nachdem man in der letzten Sitzung Anfang Dezember eine lange Tagesordnung abzuarbeiten hatte, gestaltete sich die heute übersichtlich. Zeit genug, eine Vorstellung nachzuholen: Stefanie Preissler, seit drei Monaten Fachkraft für Jugendschutz im Landratsamt, erläuterte dem Ausschuss ihren Arbeitsansatz. Im Fokus stehe für sie der „erzieherische Jugendschutz“, also präventive Ansätze die sich hauptsächlich an Kinder, Jugendliche und deren Eltern richten. Das Aufgabenspektrum ist weit gefasst, erklärt Preissler und reicht von der Aufklärung zum Jugendschutz und gefährdende Einflüsse wie Suchtmittel, Medienkonsum, Gewalt, Gefahreneinschätzung bis zur Zusammenarbeit und Beratung von Veranstaltern, Vereinen und Gewerbetreibenden. So hatte man aktuell rund 70 Stellungnahmen zu Auftritten von Kindern und Jugendlichen bei Theaterstücken zu verfassen, eine Gefährdungseinschätzung zu einem Freizeitangebot in Nordhausen abgeben und die diversen Karnevalsvereine mit Informationen zum Jugendschutz versorgen.

In Zukunft wolle sie die Zusammenarbeit mit den Schulen und Schulsozialarbeitern ausbauen, erklärte die Jugendschutzbeauftragte, man sei gerne bereit etwa bei Elternabenden zu verschiedenen Themen wie (Cyber-)Mobbing, den Gefahren von E-Zigaretten, Energydrinks, und Social Media und mehr zu referieren. Außerdem wolle man die Kooperation mit der Polizei und den Ordnungsbehörden ausbauen, bei Jugendschutzkontrollen unterstützen, Präventionsgespräche mit Eltern und Jugendlichen anbieten und ein bis zwei Fachtage im Jahr sowie Schulungen für pädagogische Fachkräfte durchführen. Kernaufgabe sei es zu unterstützen, nicht mit dem erhobenen Zeigefinger daherzukommen, unterstrich Preissler.

Mobiles Beratungsangebot wird ausgebaut

Um mehr Unterstützung ging es auch Ina Schmücking, die den Jugendhilfeplan im Bereich Familienförderung für 2020 vorstellte. Kernpunkt ist der Ausbau der mobilen Ehe- und Familienberatung. Das Angebot war im April des vergangenen Jahres angestoßen worden um hilfebedürftige Familien außerhalb der Stadt Nordhausen erreichen zu können, erläuterte Schmücking. In der Kreisstadt liegt die Beratung und Unterstützung von Familien vor allem in der Hand des Familienzentrums, dessen Einzugsbereich reicht jedoch kaum über die Stadtgrenzen hinaus.

Das Projekt sei nach der anfänglichen Organisationsphase gut angelaufen, in den letzten Monaten hätten insgesamt 38 Familien das Angebot angenommen, so Schmücking weiter. Die Schwerpunkte bilden Heringen mit 12 Familien, Bleicherode und Sollstedt mit jeweils acht Fällen, gefolgt von Ellrich und Ilfeld mit je fünf Familien, die Unterstützung gesucht haben.

Auf dem „stolzen Ergebnis“, wolle man nun Aufbauen und eine zusätzliche Stelle einrichten um nicht nur feste Beratungstermine in den großen Gemeinden des Kreises anbieten zu können, sondern auch auf Bedarfe im weiteren Kreis mobil reagieren zu können. Neben Beratungen zu konkreten Problemlagen.befasst man sich auch mit der Förderung der Familienbildung, „Elterncoaching“ und Gruppenangeboten soweit Bedarf besteht.

Dem Antrag wurde einstimmig statt gegeben. Damit schlug die Stunde des Kämmerers, und das bereits zum dritten Mal. Herrn Kaun erläuterte die Änderungen im aktuellen Entwurf für das Haushaltsjahr 2020. Hauptstreitpunkt war die Erhöhung der Kreisumlage um zwei Prozentpunkte bei gleichzeitige Absenkung der Schulumlage um ebenfalls zwei Prozentpunkte. Von der Neuregelung würden bis auf die Stadt Nordhausen, die selber als Schulträger fungiert, alle Gemeinden profitieren, erklärte Kaun. Die Kreisstadt träfen die Änderungen dafür deutlich: nach dem alten Modell hätte die größte und umlagenstärkste Gemeinde des Kreises rund 16 Millionen Euro zu zahlen, nach dem zwei-Prozent Modell wären es 16,8 Millionen Euro. Der aktuelle Kompromiss, der in der kommenden Woche durch den Kreistag gebracht werden soll, sieht eine Erhöhung der Kreisumlage von einem Prozent vor bei Beibehaltung der Reduktion der Schulumlage. Für Nordhausen würde damit eine Umlage von 16,4 Millionen Euro fällig. Der Landkreis muss hingegen mit Mindereinnahmen von rund 800.000 rechnen die über den Umweg des Vermögenshaushaltes ausgeglichen werden sollen, erläuterte Kämmerer Kaun. 

Für die Haushaltsplanung in Sachen Jugendhilfe ändert das im Vergleich zu seinem letzten Besuch im Dezember wenig. Beachtenswert sind vor allem 125.000 Euro die man nun als zusätzliche Ausgaben für die Kosten der Heimunterbringung zusätzlich veranschlagt hat.

Letzter Diskussionspunkt des Abends war der „Geschwister-Scholl-Wettbewerb“, der von der Fraktion der Linken eingebracht worden war. Ob, Wie und Wann der Flugblatt-Wettbewerb durchgeführt werden soll, war im letzten Kreistag eingehend diskutiert worden. Inzwischen liegen mehrere Vorschläge auf dem Tisch, die aber noch nicht ausdiskutiert wurden. So hatte man auch im Jugendhilfeausschuss nicht viel zu berichten, die Mehrheitsentscheidung wird wohl in der kommenden Wochen fallen, wenn am Dienstag der Kreistag zusammentritt.
Angelo Glashagel

Wackerfans gründen Beirat

Im Ergebnis der Insolvenz der Spielbetriebs GmbH des FSV Wacker war es am Samstag zu einer ersten Zusammenkunft aktiver Fans gekommen. Jetzt haben die Männer um Heiko Rüdrich und Helmut Grabias den Entwurf einer Satzung vorgelegt...


Ein Bild aus besseren Tagen: Wackerfans beim Pokalfinale in Erfurt 2017

Organisator Heiko Rüdrich sagte der nnz:"Ich möchte den Entwurf der Satzung unseres zu gründenden Mitglieder- und Fanbeirat vorstellen. Der soll dann nach Möglichkeit am 25.01.2020 beschlossen werden. Ich hoffe, alle an Wacker Interessierten beschäftigen sich damit. Wenn jemand Ergänzungen oder Vorschläge hat, dann nur Mut und teilt es uns mit. Desweiteren hoffe ich, durch diese Darlegung weitere Fans und Mitglieder für uns zu interessieren. Denn je mehr wir sind, desto besser."

Aufgaben des Mitglieder-und Fanbeirates des FSV Wacker 90 Nordhausen
1. Der Mitglieder-und Fanbeirat versteht sich als Bindeglied zwischen den ordentlichen Mitgliedern des Vereins, dem Vorstand und allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern des FSV Wacker.
2. Der Mitglieder-und Fanbeirat steht allen Mitgliedern und Fans offen, die sich im Verein einbringen möchten.
3.Der Mitglieder-und Fanbeirat wird nach außen durch den Sprecherrat vertreten. Dieser besteht aus 5 gewählten gleichberechtigten Sprechern. Die Sprecher werden für die Dauer von einem Jahr gewählt. Der Sprecherrat verfügt über keine eigenen Kompetenzen und Befugnisse. Er setzt lediglich Beschlüsse des Mitglieder-und Fanbeirates um.
4. Der Mitglieder- und Fanbeirat trifft sich mindestens einmal je Quartal zu einer ordentlichen offenen Beratung. Mitglieder vom Präsidium/Vorstand, Aufsichtsrat und weiteren Gremien des Vereins oder des Geschäftsführungsorgans der Tochtergesellschaft können als Gäste zu Sitzungen des Mitglieder- und Fanbeirats eingeladen werden.
5. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder/Fans gefasst, wobei jedes Mitglied /Fan nur eine Stimme hat.

Aufgaben des Mitglieder-und Fanbeirates:
  • - Der Mitglieder-und Fanbeirat befasst sich mit allen Belangen, die den Verein und dessen Tochtergesellschaft betreffen,
  • dem Leitbild und der strategischen Ausrichtung,
  • Mitglieder- und Faninteressen/ Umgang mit Mitgliedern und Fans,
  • allen Mannschaften,
  • Traditionspflege,
  • Projektentwicklung und Unterstützung,
  • Finanzen.

Rechte und Pflichten:
1. Der Mitglieder-und Fanbeirat kann Empfehlungen gegenüber dem Präsidium/ Vorstand und dem Aufsichtsrat aussprechen. Er hat kein Weisungsrecht; dies obliegt ausschließlich der Mitgliederversammlung.
2. Der Mitglieder-und Fanbeirat hat das Recht, auf Nachfrage vom Präsidium/ Vorstand und Aufsichtsrat Auskunft zu erhalten, sofern die Auskunft auch von einem einzelnen Mitglied/Fan außerhalb der Mitgliederversammlung verlangt werden könnte.
3. Jedes Mitglied /Fan hat das Recht, sich mit Anregungen und Hinweisen an den Mitglieder- und Fanbeirat zu wenden. Dieser ist verpflichtet, sich damit auf seiner nächsten Sitzung auseinanderzusetzen.
4. Der Mitglieder- und Fanbeirat kann Anregungen für Beschlussfassungen des Präsidiums/Vorstands oder des Aufsichtsrats geben. Nehmen Präsidium/Vorstand oder Aufsichtsrat eine Anregung auf (Aufnahme in die Tagesordnung der Präsidiums/Vorstands- bzw. Aufsichtsratssitzung), ist der Mitglieder- und Fanbeirat vor einer Beschlussfassung des Gremiums anzuhören.